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Vollständige Version anzeigen : Nur Lügen? ftd:"Krankenkassen trüben Hoffnung auf niedrigere Beiträge"


r.klute
19.06.2004, 06:48
Hallo,

mal wieder nur Lügen?

18.03.2004 - Rede von Bundesministerin Ulla Schmidt anlässlich der Eröffnung des Krankenkassentages 2004 in Berlin:
Aber Sie müssen mir schon gestatten, dass ich das gebetsmühlenhafte Wiederholen, 2004 könne es klare Beitragssenkungen geben, langsam ermüdend finde.Und hier eine aktuelle Meldung
ftd.de, Fr, 18.6.2004, 8:41 Krankenkassen trüben Hoffnung auf niedrigere Beiträge
Krankenkassen-Vertreter rechnen entgegen aller Ankündigungen von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt nicht mit fallenden Beitragssätzen in diesem Jahr. Die Kassen haben zudem mit höheren Defiziten zu kämpfen, als bisher erwartet.
Link: http://www.ftd.de/pw/de/1087023485262.html?nv=hpm

Tatsache ist doch, dass sich jetzt viele von den Zuzahlungen befreien lassen, weil sie die Grenze erreicht haben (1% bzw. 2%). Damit steigen doch auch zwangläufig die Ausgaben. Beispiele kenne ich genug: „Jetzt gehen wir wieder häufiger zu Arzt, weil wir von den Zuzahlungen befreit sind.“ Ich möchte niemanden irgendetwas unterstellen oder verallgemeinern – aber so ist das Leben.

Die Politiker sollten ihre rosa gefärbten Brillen absetzen und von ihrem hohen Turm herunterkommen und das reale Leben kennen lernen. Aber was soll man von Personen erwarten, die noch nicht mal selber eine Autotür öffnen können. :gruebel:

Viele Grüße

ein bissiger Rainer :D

Gast_02
19.06.2004, 09:25
Hallo Rainer,

du hast da wieder mal ganz recht.
Menschen die an der Realität vorbei leben wie unsere Politiker können wirklich nur Mist machen.
Darunter fällt auch das versteuern von Renten. :heul:
Nicht genug das man so weing Rente bekommt, nein, nun muss man auch noch Steuer dafür bezahlen.
Da frägt man sich echt wofür man lebt?
Den chronisch Kranken jedenfalls wird das Leben irgendwo zur Hölle gemacht.
Arme Jugend die nach uns kommt.

Eher nachdenkliche Grüße

Uwe

Nobbi
19.06.2004, 13:47
hallo rainer!

ja,ja, so ist das doch immer!
hat denn wirklich jemand ernsthaft geglaubt das durch die gesundheitsreform für den normalen krankenversicherten irgendetwas billiger oder besser wird?
selbst wenn die beiträge um ein paar zehntel prozent sinken kriegt man die ganzen zuzahlungen nicht wieder rein.
und dann wird man mit einem durchschnittsgehalt als besserverdiener hingestellt.
und chronisch krank ist man auch nicht!

es wäre das erste mal das der kleine mann nach einer steuer-oder gebühren erhöhung besser dasteht (siehe ökosteuer, rentenreform etc.)http://www.click-smilies.de/sammlung0304/alles_moegliche/mixed-smiley-011.gif

unsere politiker könnten sich doch mit einem normalen gehalt nicht einen monat über wasser halten!

hach ich könnte mich aufregen!

http://www.mysmilie.de/smilies/schilder/4/img/002.gif


aber bringt ja doch nichts!

schönes wochenende

nobbi

casus
19.06.2004, 14:27
Hallo,

also sehe in Rainers Bemerkungen eine etwas versteckte Kritik an den Leuten, die nach ihrer Befreiung von Zuzahlungen wieder vermehrt den Arzt aufsuchen. Oder habe ich das falsch verstanden?

Die Besteuerung der Renten ist meiner Erinnerung nach vom Bundesverfassungsgericht mit der Begründung der Gleichbehandlung mit Pensionen angeordnet worden.

Grüße
casus

Andrea
19.06.2004, 16:08
Aber um diese Befreiung zu erreichen, muß man schon vorher oft beim Arzt gewesen sein, denn sonst kommt man nicht so schnell auf die 1%. Alles eine Sichtweise desjenigen, der sich äußert.

Charly
19.06.2004, 18:09
Ich glaube, es sind wirklich nur ganz ganz wenige, die FREIWILLIG :confused: und häufig zum Arzt gehen - oder ? Es gibt immer Leute, die sowas ausnützen, aber man kann nicht von allen ausgehen. Es ist bestimmt nur eine Minderheit.
Ich kann mir was besseres vorstellen, als Stundenlang beim Arzt zu sitzen wenn es nicht sein muß - Oder geht es Euch anders ?

Langsam habe ich das Gefühl, dass sich nur noch Leute mit mehr Geld eine Krankheit erlauben können - Ich hoffe, Ihr versteht mich richtig und wißt was ich damit meine.

Aber wir lassen den Kopf nicht hängen und kämpfen einfach weiter. Ohne MB hätte ich das Forum nicht kennengelernt und das hat doch auch was

Charly

Ulmka
19.06.2004, 23:45
Hallo an alle,

ich bin immer noch der Meinung, die Politiker sollten verpflichtet werden, selber unter die Gesetze zu fallen, die sie verbocken - also verpflichtende Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse mit maximal möglichem Beitrag (da sie ja so viel verdienen) und dann immer selber Zuzahlungen und Praxisgebühr berappen!

Solange die meisten Politiker wegen hohen Einkommens privatversichert sind, merken sie ja gar nicht, was sie da verzapfen! Ach ja, für die Krankenkassenbosse gilt das na klar auch!

Liebe Grüße :knuddel:

Lydia