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Vollständige Version anzeigen : Osteoporose - gibt es eine Prophlaxe?


Harald
05.07.2004, 20:07
Hallo Freunde,

in den Medien und auch in unserem MB-Journal liest man immer wieder über die Osteoporose, die bei MB-Patienten im Laufe der Jahre auftreten kann.

Da die Osteoporose eine ernstzunehmende Erkrankung ist, die mit vielen Komplikationen einhergehen kann, ist die Frage berechtigt, ob es eine sinnvolle und praktikable Prophylaxe gibt. Schließlich ist vorbeugen besser als bohren.

Welche Erfahrungen habt ihr therapeutisch gesammelt?

Wie reagierten eure behandelnden Ärzte auf eure Fragen nach einer Prophylaxe?

Welche medizinischen Empfehlungen habt ihr von den Ärzten erhalten?

Herzliche Grüße aus Hessen
Euer Haraldhttp://www.bechterewforum.de/images/my/beratung.png

Andrea
05.07.2004, 20:35
Meine Frauenärztin hat mal nach gefragt, und daraufhin bin ich in die Apotheke, weil die da für 10 Euro eine Messung gemacht haben. War alles besten, vorausgesetzt, ich ernähre mich weiter so. Aber seitdem sind 5 Monate vergangen und ich bekomme immer mehr Magenproböeme, gerade bei Milchprodukten ect...
Jedoch werden diese Osteoporosemessungen nur in bestimmten Fällen von der KK gezahlt. Also werde ich regelmäßig die 10 Euro bei den Aktionstagen meiner Apotheke ausgeben.

Gruß
Andrea

Nobbi
05.07.2004, 20:42
hallo harald!

bei mir wurde 2000 bei einer knochendichtemessung osteoporose festgestellt.
grund war bewegungsmangel da ich mich vorher jahrelang nur das nötigste bewegt habe wegen ständiger schmerzen.
dagegen bekam ich fosamax (1 mal die woche).
gleichzeitig habe ich zu der zeit wieder mit sport angefangen da die schmerzen nachließen, was ich seitdem mit steigender intensität auch weitermache.

anfang 2004 wurde auch zwecks überprüfung meiner medikamente eine weitere knochendichtemessung gemacht (die ich selber bezahlen musste :mad: ) und siehe da, die werte waren wieder im normalen bereich, wenn auch an der unteren grenze. :applaus:
ich nehme jetzt nur noch calcium+vitamin D.
mein rheumatologe sagte auf meine frage ob die osteoporose eine folge des MB sei, nein, es kommt von der mangelnden bewegung, die natürlich wieder durch den MB kommthttp://www.mysmilie.de/smilies/verwirrt/2/img/019.gif

die knochendichtemessung wird von der kasse nur noch bezahlt wenn durch die osteoporose bereits brüche aufgetreten sind, also wenn das kind schon in den brunnen gefallen ist.
von der seite kann man auf eine prophylaxe also nicht rechnen :aerger:

die beste vorbeugung ist wohl ausreichend (ausdauer)sport zu treiben, was natürlich schwer ist wenn die knochen nicht mitmachen wollen!

ach ja, wenn man cortison (MTX auch :confused: ) nimmt bekommt man wohl was gegen den knochenschwund.

alles gute

nobbihttp://www.mysmilie.de/smilies/froehlich/img/011.gif

uedeke
05.07.2004, 20:43
Hallo Harald,

nicht nur eine regelmäßige Beanspruchung des Skeletts durch Bewegung (gymnastik) ist wichtig um den Knoschenaufbau zu fördern sondern auch, den Knochenabbau zu bremsen. So ist nicht nur wichtig, durch Kalzium und Vitamin D den Knochenaufbau zu fördern, sondern auch ein ausschwemmen des Kalziums bzw Förderung des Knochenabbaus durch Phosphorreiche Ernährung zu vermeiden. Phosphorreich sind insbesondere Cola-Getränke, auch Fleisch und Alkohol sind nicht förderlich.

Alles Gute

uedeke

Eggert
05.07.2004, 21:53
:) Hallo Harald,

Bei meiném letzten Krankenhausaufenthalt wurde u.a. auch eine Knochendichtemasse durchgeführt, dabei wurde auch eine sekundäre Osteroporose festgestellt.

Bekomme dagegen " Ossofortin plus ", das sind Brausetabletten & Retardtabletten.

Bekomme sie von meine´m HA in der Packungsgösse N2 ohne schwierigkeiten
verschrieben.

Gruß Wolfgang :jump: :jump:

Ulmka
06.07.2004, 00:15
Hallo Harald,

wie du sicher im neuen MBJ gelesen hast und wie Nobbi auch geschrieben hat, ist Bewegung eine wichtige Vorbeugung. Allerdings wirkt nicht jede Bewegung. Schwimm z.B. wirkt kaum, weil dabei ja gerade die Belastung durch den Auftrieb weggenommen wird. Hier ist eine gleichmäßige (Zug-)Belastung an allen Knochen nötig, die man z.b. durch Gewichtstraining oder - billiger - mit dem Theraband bekommt.

Dazu muss man na klar auch auf Calziumreiche und Phosphorarme Ernährung achten (Achtung, sehr viel Wurstsorten enhalten Phosphate!) oder Calcium+Vitamin D nehmen.

Die Krankenkassen zahlen CalciumVitamin D übrigens erst, wenn man mindestens ein halbes Jahr mindestens 7,5 mg Cortison nimmt :aerger: - das haben die sich prima ausgedacht, die meisten mit Dauermedikation Cortison bekommen nämlich 5 mg :mad:

Die Knochendichtemessung sollte man übrigens immer CT- oder mrt- oder Röntgengestützt machen lassen - die Schnelltests in den Apotheken sollen sehr unzuverlässig sein :( (Sorry, Andrea).

Liebe Grüße :knuddel:

Lydia

Tatti
06.07.2004, 10:35
Hallo Harald ,

eigentlich haben meine Vorredner schon alles wichtige gesagt .
Insbesondere Nobbi´s Ausführungen will ich mich anschließen , daß Bewegungg das einzig wahre ist und außerdem viel Vitamin D und Kalzium .

Obwohl ich selbst diese Dinge immer beherzigt habe , wurde bei mir vor drei Jahren im LWS und Oberschenkelbereich auch eine Ostoeporose festgestellt .

Irgendwie auch kein Wunder , denn eine versteifte Wirbelsäule ( die ich habe ) läßt sich nunmal auch nur sehr eingeschränkt bewegen .

Trotz Sandocal forte wurden meine Werte nicht richtig besser , sa daß ich jetzt auch noch ein mal wöchentlich Actonel nehme , was den Abbau von Knochensubstanz verhindert und den Knochenaufbau begünstigt , sofern gleichzeitig weiter schön Kalzium und Vitamin D genommen wird .

Dieses Medi soll sehr wirksam sein ( siehe Nobbi ) und ist , wie ich es bisher beurteilen kann , auch sehr verträglich .

Ansonsten solltest Du es aber mit viiiiel Bewegung und Kalzium-und Vitamin-D-reicher Kost versuchen .

Einen schönen , sonnigen Tag .

Nobbi
06.07.2004, 11:06
hallo ihr alle!

@lydia:ah, so ist das mit der knochendichtemessung! ich habe mich schon gewundert warum ich 50 euro bei meinem doc in der praxis zahlen musste (war glaube ich mit CT, soll ein ganz neuer apparat sein :confused: )
dachte schon ich bin übers ohr gehauen worden :rolleyes:
ich hab da übrigens was verwechselthttp://www.mysmilie.de/smilies/verwirrt/2/img/005.gif nicht die knochendichtemessung wird erst bezahlt wenn brüche aufgetreten sind sondern das calcium+D, sorry.
wann die knochendichtemessung bezahlt wird weiss ich auch nichthttp://www.mysmilie.de/smilies/verwirrt/3/img/024.gif

@tattihttp://www.mysmilie.de/smilies/big/img/012.gif ist dein actonel das selbe wie fosamax? der wirkstoff da ist alendronsäure (mononatriumsalz 3H2O :confused: )brauchte ich praktischerweise auch nur ein mal pro woche nehmen und hat keine nebenwirkungen gemacht.
hoffe es wirkt bei dir auch gut :hoch:
ich soll nächstes jahr noch mal eine knochendichtemessung machen um zu sehen ob es ohne fosamax geht.

euch allen einen schönen tag mit ein wenig bewegung! :dance: :jump:

nobbihttp://www.mysmilie.de/smilies/froehlich/img/003.gif

Tatti
06.07.2004, 11:36
@ Nobbi : HUHUUUUU ! :)

Ja, Actonel und Fosomax sind das gleiche .
Wie gesagt , Nebenwirkungen bisher Fehlanzeige .
Ich nehme es erst seit 8 Wochen , insofern läßt sich wohl jetzt noch kein Erfolg nachweisen .
In einem Jahr soll dann die Knochendichte erneut überprüft werden .
Deine Erfrahrungen haben mir aber Hoffnung gemacht , daß durch das Actonel sich bis dahin meine Werte auch verbessert haben :jump:
Mal abwarten .
Heute muß ich Dir keine Sonne schicken , oder ? Heute habt Ihr bestimmt selber welche , oder ??
Falls nicht , sag´Bescheid .
Bis dann und viele liebe Grüße

Gast
06.07.2004, 14:00
Hallo zusammen,

zum Vorbeugen gegen Osteoporose ist auch der Aufbaukalk 1 und 2 von Weleda gut. Die Calcium-Brausetabletten haben ja manchmal den Nachteil, dass, wenn die Freigabe nicht zeitversetzt ist, ein grosser Teil des Calciums sofort wieder ausgeschieden wird, weil die "Messstellen" im Blutgefässsystem kurzfristig zu viel Calcium messen, und das heisst: bitte wieder ausscheiden...auch wenn sonst zu wenig Calcium vorhanden sein sollte. Aber das allerbeste ist natürlich, wie alle schon sagten, viel Bewegung (an der frischen Luft/Sonne!!!) und calciumreiche Ernährung, da wird dann das Calcium gut eingebaut und nichts ungenutzt wieder ausgeschieden....

Liebe Grüsse und alles Gute,
Gabi

andrea2
06.07.2004, 15:23
Hallo Ihr Lieben!
Ich habe noch mal eine Frage zur Knochendichtemessung. Bringt es überhaupt etwas an der Hand zu messen, wenn man Entzündungen an der Wirbelsäule hat? Leiden die Knochen 'nur' an den Orten der Entzündung oder allgemein?

Viele Grüße
andrea2

Andrea
06.07.2004, 15:37
Ich mußte mich auf so ein Tablett stellen. Sah aus, wie die Schuhmessdinger f. d. Kids.In den Fußknöcheln und wohl dann auch in den Händen sieht man zuerst, ob es "undicht" ist. Damit wäre Teil 2 beantwortet, sie leiden dann wohl überall.

Ulmka
06.07.2004, 18:00
Hallo Gabi,

ich teile meine Calciumportionen auf 4 Rationen auf, jedesmal 250 mg incl. Vitamin D, weil ich von Dr. Langer auf Rheuma-Online gehört habe, dass der Körper nicht mehr als 250 mg auf einmal aufnehmen kann.
Außerdem darf man Calcium auf keinen Fall gleichzeitig mit Magnesium einnehmen, weil die sich gegenseitig in der Aufnahme behindern!

Liebe Grüße :knuddel:

Lydia

Andrea
06.07.2004, 21:29
Wenn das so ist, dann habe ich heute bei einer großen Drogeriekette Mist in den Regalen gesehen. Da gab es nämlich Magnesium mit Calcium als Kombitabs.

Charly
06.07.2004, 22:16
Hallo Lydia,
ich habe auch schon oft gehört, dass man Magnesium und Calcium nicht zusammen nehmen soll. Habe aber gerade von Doppel Herz eine Kombipackung mit Magnesium 175mg + Calcium 350mg, und in den Vitaminpräparaten ist oft Mg + Ca. zusammen drinnen. Vielleicht weiß das jemand genauer.

Charly

Ulmka
06.07.2004, 22:26
Hallo Andrea,

diesen Blödsinn habe ich auch schon gesehen. Aber ich glaube, ich schlucke auch Blödsinn. Ich habe nämlich auch irgendwo gelesen, dass sich Zink und Vitamin C bei der Aufnahme in den Körper nicht vertragen - und genau die beiden sind in meiner Zinktablette :rolleyes:

Liebe Grüße :knuddel:

Lydia

Nobbi
06.07.2004, 22:34
hallo zusammen!

ich wollte noch mal was zu der knochendichtemessung sagen.http://www.mysmilie.de/smilies/schilder/5/img/003.gif

ich habe meinen rheumatologen gefragt als das gemacht worden ist ob der ganze körper getestet wird.
er sagte gemessen wird an den oberschenkelhalsknochen, weil da der abbau am stärksten ist und am besten zu erkennen.

nobbi

Tatti
07.07.2004, 09:30
Hallo und guten Morgen , Ihr Lieben .

Mir ist auch noch was zum Thema Knochendichtemessung eingefallen , was von Interesse sein dürfte :

Meine Rheumatologin in der Klinik sagte mir im April , als die Knochendichtemessung durchgeführt wurde , daß es zu erheblichen Meßfehlern kommen kann , wenn jemand schon ( so wie ich ganz extrem ) an Verknöcherungen im Bereich der Wirbelsäule leidet .
Das Gerät verkennt das die " zusätzliche " Knochenmasse und mißt diese irrtümlich als " vorhandene , gesunde " Knochenmasse .

Das kann dazu führen , daß Leute mit Verknöcherungen im Bereich der betroffenen Gelenke , OBWOHL sie Osteoporose haben , möglicherweise bessere ( aber falsch bessere ) Ergebnisse erhalten , als es dem tatsächlichen Zustand entspricht .

Darauf muß der behandelnde Arzt bei der Interpretation der Knochendichteergebnisse dann besonders achten .

Bei Leuten ohne Verknöcherungen sollte dies kein Problem darstellen .

Ich wünsche Euch allen einen schönen sonnigen Tag . :)

Gast
07.07.2004, 11:32
Hallo Lydia und Co.....
ja, das stimmt, Calcium und Magnesium sind Antagonisten, deswegen ist es ja auch der Oberquatsch, wie viele hier ja schon gesagt haben, die beiden gleichzeitig einzunehmen. Aber die Pharmafirmen verkaufen halt gerne alles, was sich gesund anhört....Mineralstoffe und Co......Und man geht ja auch davon aus, dass der Laie nicht viel darüber weiss....
aber Calcium auf vier Portionen verteilt, das hört sich doch gut an.
Gut ist es ansonsten auch, morgens Calcium und abends das Magnesium einzunehmen, wegen der entsprechenden Stoffwechselaktivität.
Liebe Grüsse,
Gabi

Nobbi
07.07.2004, 12:55
hallo tattihttp://www.mysmilie.de/smilies/froehlich/img/003.gif

jetzt bin ich verwirrt, gilt das auch wenn am oberschenkelhals gemessen wird?http://www.mysmilie.de/smilies/verwirrt/img/011.gif

nee oder? da habe ich ja nix im gegensatz zur wirbelsäule.
er hat da nichts von gesagt.

sonst will ich meine 50 euro wiederhttp://www.mysmilie.de/smilies/boese/img/026.gif

aber der kennt mich ja und weiss was ich hab.
hach ist das alles kompliziert!

jetzt muss ich erstmal gucken was in den mineralien-brausedrops drin ist die ich immer in meine trinkflasche tu damit´s nach was schmeckthttp://www.mysmilie.de/smilies/verwirrt/2/img/009.gif

alles gute

nobbi

Tatti
07.07.2004, 13:44
Hi Nobbi :)

Also meine Rheumatologin ( Du kennst sie ja von ihrer Homepage ) hat mir das letztens so erklärt .
Auch wurde es mir so gesagt , daß der ganze Körper hinsichtlich der Knochendichte vermessen wird .
Würde man das nur im Bereich des Oberschenkelhalses machen , könnte man z.B. eine Osteoporose im Bereich der Wirbelsäule gar nicht festestellen ( war bei mir nämlich der Fall )

Ich könnte mir höchstens vorstellen , daß die " normale " Knochendichtemessung ,, z.B. bei Frauen in den Wechseljahren am Oberschenkelhals erfolg , um zu überprüfen , ob überhaupt eine Osteoporose vorliegt oder nicht . Wahrscheinlich baut sich in diesen Fällen dann wohl am ehesten der Knochen zuerst im Oberschenkel ab , weshalb es bei älteren Leuten oder Frauen in oder nach den Wechseljahren bei Stürzen auch am ehesten zu Oberschenkelhalsbrüchen kommt .

Bei " Sonderfällen " wie uns Bechtis ist mit Sicherheit eine Ganzkörpermessung erforderlich , da sowohl durch die Entzündungen als auch den damit verbundenen Bewegungsmangel verfrüht die Osteoporose einsetzen kann ( siehe Du+ich )

Eine reine Messung am Oberschenkelhals dürfte somit bei uns also nicht so besonders aussagekräftig sein wegen der Wirbelsäulengeschichte .
Und da können , wie ich in meinem letzten Beitrag ja geschrieben habe , die Meßergebnisse durch die Verknöcherungen verfälscht werden .

Frag doch noch mal bei Deinem Doc nach , ob Du da alles richtig verstanden hast .
Vielleicht bin ja auch ich auf em Holzweg .

Du hast Recht : " Hach , das ist aber auch alles kompliziert ..."

Was macht denn Dein Löchlein in der Achselhöhle ?
Tut´s noch weh ?
Falls ja -> Ich puste mal - merkst Du was ?

Liebe Grüße

Nobbi
07.07.2004, 20:56
hallo tatti!

ich vertrau meinem doc da einfach mal, weil ich mir da auch keinen großen kopf drum mache!
am ende bin ICH noch in den wechseljahren!http://www.mysmilie.de/smilies/verwirrt/3/img/006.gif

werde ihn aber beim nächsten besuch, der, wenn alles gut geht, erst im september ansteht mal fragen.

das wir "sonderfälle" sind habe ich grade im krankenhaus wieder gemerkt.
als vor der OP die narkoseärztin bei mir war und gemerkt hat das ich den hals nicht richtig überstrecken kann hat sie muffe gekriegt das sie im notfall den beatmungsschlauch nicht reinkriegt.
da musste der bedauernswerte zivi am sonntag abend noch zur uniklinik rüberhecheln und einen flexiblen schlauch holen. :D

das löchlein in der achselhöhle piesackt mich immer noch! :aerger:
war heute grade zum nachsehen da und er hat das ganze mit so´nem säurestab (hab ich vorher auch noch nicht gesehen, sah aus wie ein großes streichholz) wieder aufgemacht weil es nicht so zugewachsen ist wie es sollte :heul:
jetzt ist es wieder so wie vor einer woche, ätzend!
puste bloß weiter, brennt wie sau!!
:danke:

ich wünsche dir und allen anderen einen schönen abend!

nobbihttp://www.mysmilie.de/smilies/froehlich/img/003.gif

Gast_02
07.07.2004, 21:20
Wem sagst du das Nobbi,

ich kenne das zugenüge hab auch schon die OP hinter mir.
In der Leistengegend macht das ganze noch viel mehr Spass.

Liebe Grüße

Uwe

:o

Harald
08.07.2004, 18:11
Hallo, ihr Lieben!

Bitte lacht nicht, wenn ich folgende Frage stelle:

Ich habe von euch ja nun gelernt, dass Calcium und Magnesium Antagonisten sind.

Wie verhält es sich mit der Werbung des bekannten Mineralwassers Rosbacher Urquelle - das ideale Verhältnis von Calcium und Magnesium von 2:1?:confused:

Fragende Grüße aus Hessen

Euer Harald:)

Turbo Biene
08.07.2004, 18:51
Anfangs April, nahm ich an einen Bechterew (für Frisch Diagnostizierte ) Wochen-Ende Teil.
Da hat uns die Rheumatologin mehrmals empfohlen, Calzium und Vit. D, um Osteop. vorzubeugen, zu nehmen.

@Gabi...bin selber Meinung....Magnesium sollte man abends nehmen....für die Regeneration vom Körper...darum wäre es auch sinnvoll, abends viele Gemüse und Getreide zu essen und das Fleisch (wenn's sein muss, für's Mittagessen nehmen) ;)

Liebe :knuddel: Grüsse

die Turbo Biene http://www.smily.at/smily/smily1252.gif

Ulmka
09.07.2004, 00:12
Hallo Harald,

da bin ich ganauso ratlos wie du :gruebel:

Mit ein bißchen Glück hängt es davon ab, ob du die Mineralien aus natürlichen oder künstlichen Quellen nimmst. Da kann ich aber auch völlig danebenliegen.

Liebe Grüße :knuddel:

Lydia

Gast
09.07.2004, 14:40
Hallo zusammen,
@ Harald: also da denke ich auch so wie Lydia, weiss es aber nicht. Allerdings hört es sich in der Werbung immer gut an, wenn irgendwelche Mineralien in irgendeiner Dosierung irgendwo drin sind......
@ Marianne: ja, genau. Und das Gemüse aber abends bitte gekocht, denn Rohkost nach 15/16 Uhr ist ja nicht gerade ideal....sagt zumindest der Ayurveda....
Liebe Grüsse,
Gabi

Harald
22.07.2004, 12:46
Hallo Ihr Lieben,

aufgrund eines "Festplattenproblems" meines Rechners kann ich erst jetzt wieder in die Diskussion eintreten.

Wenn ich es richtig verstanden habe, nimmst du, Lydia, vier mal 250 mg Ca mit Vitamin D pro Tag.

Ist das eine Behandlung von Osteoporose oder noch als Prophylaxe anzusehen?:gruebel:

Welche allgemeinen Dosierungsempfehlungen habt ihr von euren Ärzten erhalten?

Herzliche Grüße

Harald:)

Nobbi
22.07.2004, 14:36
hallo harald!

ich nehme auf anraten des rheumatologen morgens eine brausetablette
mit 1000mg calcium und 1000I.E vit D3.

was die einheit I.E. bedeutet weiss ich aber auch nicht :confused:

nur calcium+D ist prophylaxe, zur osteoporosebehandlung als unterstützung zusammen mit anderen mitteln.

hoffe dein PC läuft wieder!http://smilies.cw08.calibra-web.de/html/images/smilies/computer/2162.gif (http://www.World-of-Smilies.de)

alles gute!

nobbi

Ulmka
22.07.2004, 15:25
Hallo Harald,

die Empfehlung meine Artzes war die Dosis, wie Nobbi sie nimmt, als Vorbeugung.

Das Aufteilen auf 4 Portionen mache ich nach einer sehr einleuchtenden Information durch Dr. Langer vom Rheuma-Online-Forum, der - mit wissenschaftlichen Artikeln als Rückhalt - geschrieben hat, dass der Körper nicht mehr als 250 mg Calcium auf einmal aufnehmen kann (und das dann auch nur, wenn der gleichzeitig Vitamin D bekommt und auch nie zusammen mit Magnesium).

Liebe Grüße :knuddel:

Lydia

Harald
22.07.2004, 21:40
Liebe Freunde,

vielen Dank an Nobby und Lydia für eure aktuellen lesenswerten Hinweise.

Ich werde bei meinem nächsten Arztbesuch das Thema ansprechen und um eine entsprechende Medikamenteneinstellung bitten. :verweis:

Bis dato haben weder meine behandelnden Ärzte noch die Rheumaklinik in Schlangenbad auf die Möglichkeit einer Osteoporoseprophylaxe hingewiesen.:mad:

Ich danke an dieser Stelle auch allen anderen VorrednerInnen für die aufschlussreichen Erläuterungen!

:danke:

Nobby, mein Rechner geht wieder, dank meines guten alten Freundes, der ein Systemadministrator bei einer Großbank ist. Ohne ihn wäre ich schlicht überfordert gewesen. Trotzdem haben wir fünf Stunden am Rechner verbracht, um eine neue Festplatte einzubauen und alle Programme inclusiv Betriebssystem neu aufzuspielen. Glücklicherweise hatte ich Datensicherung betrieben!

Herzliche Grüße :)
Harald

Gaby
22.07.2004, 21:41
Hallo zusammen,

ich muss immer wieder staunen,was Ihr so alles wisst.Unsereiner kommt sich regelrecht blöd vor.Ich habe "null Scheckung",und suche mir dann immer solche Seiten :
http://www.medizinfo.de/annasusanna/osteoporose/knochenstoffw.htm
Vielleicht hilft´s ja noch einem mit wenig Ahnung.
Danke für Eure Hinweise;ich lerne fleissig dazu. :) Wer weiss,wozu das mal gut ist.

Liebe Grüsse Gaby :knuddel:

Harald
22.07.2004, 21:52
Liebe Gaby,

ich verstehe dich sehr gut!

Obwohl ich in medizinischen Dingen nicht ganz unbewandert bin, habe ich dank bemerkenswerter Beiträge auf diesem Board sehr viel dazugelernt!

Über die Theorie kommen hier auch die persönlichen Patientenerfahrungen zum Tragen, was für die Betroffenen von entscheidender Bedeutung ist. Diese Aufschlüsse helfen uns allen wirklich weiter. Hier sind Menschen, die wissen wovon sie reden, denn sie "erfahren" ihre Krankheit. Ärzte sind meistens "nur" Beobachter. Aber genau darin unterscheiden sich Behandler von Behandelten! Daher schätze ich dieses Board sehr, so wie viele andere auch!

Herzliche Grüße :)

Harald

Gaby
22.07.2004, 22:07
Danke Harald,
für Deine aufmunternden Worte. :knuddel: Ja,Du hast recht.Das ist wohl das Entscheidende : die eigenen Erfahrungen.Ich fühle mich hier auch ganz zu Hause und lese mit Interesse jeden Beitrag.Dabei ist es mir egal,ob der Inhalt rein medizinisch ist,oder ob es sich um private Dinge handelt.Es ist für mich einfach schön,dazu gehören zu dürfen,umgeben von verständnisvollen Menschen,die wissen,wie man sich fühlen kann.
Liebe Grüsse Gaby :)

Nobbi
22.07.2004, 22:36
hallo gaby, hallo harald!

auch ich habe mir was ich über unseren gemeinsamen, ungeliebten begleiter weiss nur irgendwo angelesen und aufgestöbert.

früher habe ich auch nur das gewusst was der arzt mir sagte, wohin das führt sieht man ja.

man muss sich einfach informieren um zu wissen wie man dem oben genannten begleiter das leben möglichst schwer machen kann!

es langt beim MB nun mal nicht nur vom arzt behandelt zu werden, ein großteil der "arbeit" muss man selbst in die hand nehmen!

so ein forum hilft dabei, was der eine nicht weiss weiss der andere und jeder hat seine positiven und negativen erfahrungen.

auf das wir uns gegenseitig noch viel helfen können!

alles gute

nobbi

Harald
24.07.2004, 09:01
Hallo, ihr Lieben!

Zum Thema passend erschien gestern in unserer Tageszeitung, nicht Bild, auf der "Ratgeber"-Seite ein interessanter Artikel, der eure Hinweise bestätigte und ergänzte.

Die andauernde Entzündung würde eine erhebliche Stresssituation für den Körper bedeuten, so die Neue Apotheken-Illustrierte. Die Entzündungsreaktionen setzten vermehrt schädliche Sauerstoff-Radikale frei.

Die Vitamine C und E neutralisieren nach dem Bericht zwar die negativen Wirkungen dieser freien Radikale, allerdings werden sie dabei auch verbraucht.

Daher lohne es sich, den Vorrat des Körpers pro Tag mit etwa 100 mg Vitamin C und 12 bis 15 mg Vitamin E aufzufüllen.

Kalzium und Vitamin D schützten aber nicht nur vor dem Knochenabbau, sondern seien auch gut für die Gelenke. Daher werde die tägliche Einnahme von 1000 mg Kalzium und 400 i.E. (internationale Einheiten) Vitamin D empfohlen. (Anmerkung: Dieser doppelte Effekt wäre doch gereade für uns MB-Patienten besonders zu begrüßen, da durch die Entzündungen unsere Gelenke, auch Großgelenke, verstärkt in Mitleidenschaft gezogen werden).

Was mich jetzt interessieren würde, kennt ihr Kalzium-Präparate, die sich auf viermal täglich verteilen lassen und die entsprechende Dosis Vitamin D enthalten?

Nach meinem Kenntnisstand haben die Brausetabletten mindestens 500 mg Ca.

Ich wünsche euch allen einen möglichst schmerzarmen, wenn nicht schmerzfreien Tag!:)

Herzliche Grüße
Harald

Ulmka
25.07.2004, 00:44
Hallo Harald,

die Calcimagon-D3-Kautabletten enthalten jeweils 500 mg Calcium + die entsprechende Menge Vitamin D3 und sie lassen sich leicht halbieren und so gut auf 4 Tagesportionen aufteilen. Allerdings sind das nicht gerade die billigsten.

Ich nehme zur Zeit normale 1000-mg-Calcium-Brausetabletten, die ich viertele (das krümelt so schön :D ) und dazu jeweils eine halbe Tablette Vigantoletten 500, das ist im Endeffekt billiger.

Liebe Grüße :knuddel:

Lydia

Gaby
25.07.2004, 01:21
Danke Lydia,
so ein Tip,wie man billiger den gleichen Effekt erziehlt,finde ich immer sehr hilfreich. :) Es ist so wie so alles so teuer.
Liebe Grüsse Gaby

Harald
25.07.2004, 18:05
Hallo Lydia,

vielen Dank für deinen Tipp!

Ich werde mich darum kümmern und berichten, wie es weitergeht!

Nur eine Anmerkung: Ist deine Vitamin D3 Dosis nicht zu hoch?:gruebel:

Herzliche Grüße:)

Harald

Gaby
13.08.2004, 13:17
Habe zu diesem Thema gerade etwas gefunden....

Nur,.... das ist wohl nix für Männer....

Sojaprotein mindert Osteoporose-Risiko

Erstmals ist das Phytohormon Genistein bei Frauen in der frühen Menopause gegenüber einer konventionellen Hormonersatztherapie überprüft worden. Die Ergebnisse sind viel versprechend.

Von mehreren Isoflavonen der Sojabohne, die in den letzten Jahre unter
großer Aufmerksamkeit bei verschiedenen chronischen Erkrankungen auf ihre präventive Wirkung untersucht worden sind, hatte sich Genistein in Tierversuchen als das effektivste erwiesen. Jetzt ist das Phytoöstrogen erstmals in der Osteoporose-Prophylaxe mit einer Hormonersatztherapie (HRT) und Plazebo verglichen worden. An der randomisierten, doppelblinden Studie nahmen 90 gesunde Frauen im Alter von 47 bis 57 Jahren mit einer Oberschenkelhals-Knochendichte unter 0,795 g/cm2 (T-Score -1) teil, die im Vorjahr keine Periode hatten und deren FSH- und Östradiol-Werte bei über 50 IU/l bzw. unter 100 pmol/l lagen. Alle Teilnehmerinnen ernährten sich mit einer fett-reduzierten Standarddiät, um Interferenzen mit der Studienmedikation zu vermeiden. Nach einer Stabilisierungsphase von vier Wochen wurden sie drei Gruppen zugeordnet und ein Jahr lang behandelt mit Östradiol/Norethisteronacetat (1/05 mg pro Tag), Genistein (54 mg pro Tag) oder Plazebo.
Nach sechs und zwölf Monaten waren unter Plazebo die Knochenabbauparameter Desoxypyridinolin (DPYR) und Pyridinolin (PYR) im Urin sowie die alkalische Phosphatase (B-ALP) und der Knochenaufbauparameter Osteocalcin (BGP) nicht signifikant verändert. Unter Genistein hingegen nahm die DPYR- und PYR-Exkretion zu beiden Zeitpunkten signifikant ab, gleichzeitig stiegen die B-ALP- und BGP-Werte an. Unter der Hormonersatztherapie erreichte ein ähnlicher Abfall der DPYR- und PYR-Exkretion keine statististische Signifikanz, die B-ALP- und BGP-Werte nahmen - im Gegensatz zum Genistein - ab. Diese Veränderungen der Parameter wurden auch klinisch sichtbar: Nach einem Jahr besserte sich die Knochendichte an Oberschenkelhals/LWS in den beiden Verumgruppen, unter Plazebo hingegen nicht. Im Gegensatz zur HRT kam es unter Genistein nicht zu vermehrten vaginalen Blutungen und zu Brustspannungen. Eine Reduktion von Hitzewallungen war nur in der HRT-Gruppe zu beobachten.

Fazit: Nach Ansicht der Autoren belegt die Studie, dass Genistein vor einem Knochenverlust schützt, der aus einem Östrogenmangel resultiert, ohne substantielle Nebenwirkungen an Uterus oder Brust zur Folge zu haben. Möglicherweise sollte dabei die Behandlung mit Genistein bereits vor der Menopause beginnen. (pe)

Abstract (javascript:top.winopen('http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&db=PubMed&list_uids=12369794&dopt=Abstract'))

Morabito N et al.: Effects of genistein and hormone-replacement therapy on bone loss in early postmenopausal women: a randomized double-blind placebo-controlled study. Journal of Bone and Mineral Research. Vol. 17(10); 1904-12

Liebe Grüsse Gaby

Harald
13.08.2004, 18:35
Hallo Gaby,

vielen Dank für deinen wirklich interessanten und informativen Beitrag.

Das Phytohormon Genistein scheint durchaus eine Überlegung für meine Frau wert zu sein.

Hast du eine Ahnung, ob es schon ein entsprechendes Produkt zu kaufen gibt und was es kostet?:gruebel:

Herzliche Grüße

Harald

Uli Dörwald
03.01.2006, 10:58
News
03.01.2006X-XMedizin
Neue Waffe im Kampf gegen Osteoporose entdeckt

Wissenschaftler identifizieren Rezeptor, über den der Knochenaufbau geregelt wird

Mediziner der Universität Bonn haben gemeinsam mit Kollegen aus Israel, den USA und Großbritannien einen bisher unbekannten Regulationsmechanismus für das Knochenwachstum entdeckt. Demnach sind die knochenbildenden Zellen mit einem besonderen Rezeptor ausgestattet, der auf spezielle Signalmoleküle reagiert und über den Knochenaufbau gesteuert wird. Die Entdeckung könnte neue Wege zur Behandlung von Osteoporose eröffnen, bei der es zu einem unkontrollierten Abbau von Knochensubstanz kommt.


Bei dem Rezeptor handelt es sich um einen so genannten Cannabinoidrezeptor, von denen heute zwei Typen bekannt sind: Der eine Typ wird von den Nervenzellen gebildet und ist beispielsweise für die psychische Wirkung von Cannabis verantwortlich. Der zweite kommt hingegen nicht in Nervenzellen vor. Seine Funktion war bisher unbekannt. Die Wissenschaftler um den Bonner Hirnforscher Andreas Zimmer veränderten nun Mäuse gentechnisch so, dass dieser Rezeptor nicht mehr funktionierte. Die Tiere verloren daraufhin nach und nach die stabilisierenden Knochenbälkchen. Zudem war die Zahl der so genannten Osteoklasten drastisch erhöht. Diese Zellen können Knochengewebe abbauen.

Sowohl die Osteoklasten als auch ihre Gegenspieler, die knochenbildenden Osteoblasten, tragen auf ihrer Oberfläche Cannabinoidrezeptoren, fanden die Forscher heraus. Die Rezeptoren reagieren auf bestimmte Signalmoleküle, über die das Knochenwachstum gesteuert wird. Mit diesem Wirkmechanismus könnte künftig einmal Osteoporose behandelt werden, konnten die Forscher in weiteren Tests mit Mäusen zeigen, die an Knochenschwund litten. Als die Forscher die Tiere mit einem Wirkstoff behandelten, der sich an die Rezeptoren band, verlangsamte sich der Abbau von Knochenmasse.

Auch beim Menschen spielen die Cannabinoidrezeptoren eine Rolle: Frauen mit einer bestimmten Variante des für die Funktion des Rezeptors verantwortlichen Gens haben ein um etwa das dreifache erhöhtes Risiko für Osteoporose, zeigten Gentests an rund 400 Frauen aus Frankreich. Bei Frauen mit dieser Genvariante könnte die Krankheit daher künftig schneller und zuverlässiger diagnostiziert werden. Auch könnte der Rezeptor bei Frauen mit Osteoporose gezielt stimuliert werden, um damit den Knochenverlust zu bremsen.
Orr Ofek (Hebrew University of Jerusalem) et al.: PNAS (Online-Vorabveröffentlichung, doi 10.1073/pnas.0504187103)

ddp/wissenschaft.de – Ulrich Dewald
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