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Vollständige Version anzeigen : Frage zu einem Behindertenausweis....


Krümel Ini
06.09.2004, 10:37
Hallo Ihr Lieben,

nach einer Woche Betriebsratsseminar am schönen Timmendorfer Strand melde ich mich mal wieder zurück.
Die Leute dort haben mir geraten, auf jeden Fall, so schnell wie mögliche einen Behindertenausweis zu beantragen.
Ich hatte es bisher nie so wirklich in Erwägung gezogen, weil ich immer andere Sachen als Behinderung assoziiert habe, aber wenn ich mal ehrlich zu mir selbst bin, fühl ich mich manchmal schon ziemlich daneben, wenn Wege immer länger werden und man humpelt wie eine alte Oma oder wie eine Ente watschelt.

Nun würde ich gern von Euch wissen, wie sowas funktioniert. Was muss man tun ?
Und wieviel Prozent bekommt man überhaupt ?
Bei der letzten CT Untersuchung schrieb der Radiologe ( ach Kinder, wenn ich nur die Schrift lesen könnte, Befund kann ich nicht lesen, nur irgendwas mit L4 / L5 Facette links (Sorry, Ärzte halt) Und als DD schrieb er noch Chronische Arthritis und noch was, was ich auch wieder nicht lesen kann.

Wenn es denn so sein sollte,was bekommt man ? Wird man noch weiter untersucht ? Ich war bisher ja nicht oft beim Arzt, nur wenn es gar nicht mehr geht. Ich könnte von mir aus also nur die Ergebnisse vom Szintigramm und diverse CT und Röntgenaufnahmen beilegen.

Ich glaube, ich bin ein wenig überfordert und ich hoffe, dass Ihr mir helfen könnt.
Vielen Dank im Voraus an Euch !!!!!

Liebe Grüsse
Ines

hippo
06.09.2004, 11:59
Hallo Ines,

schau dir doch mal das Kapitel "GdB: Wie gehe ich vor und was habe ich davon" hier im Forum unter der URL http://www.bechterewforum.de/showthread.php?t=74
an.
In diesem Thema findest du massenhaft Antworten. Die Broschüren kannst du dir auch gerne von meiner HP runterladen oder du nimmst den Link von Rainer.

Gruß
Michael

Nobbi
06.09.2004, 19:34
hallo ines!

ich habe auch lange so gedacht:ich bin nicht behindert, wollte es nicht sein!

als ich dann den antrag stellte habe ich gleich 40% bekommen (anfang 2001)

und nach verschlimmerungsantrag (ende 2003) mit aktuellem kurbericht 50%.

damit bin ich zufrieden, es geht mir hauptsächlich darum etwas früher in rente gehen zu können :rolleyes: .
aber die paar euro steuervergünstigung nehme ich auch mit ;)

den antrag bekommst du beim versorgungsamt (in HH heißt das mittlerweile schwerbehindertenreferat :gruebel: ).
einfach ausfüllen und zurückschicken!

beilegen kannst du auch KOPIEN der untersuchungsbefunde, KEINE bilder!
wenn die noch was wollen wenden sie sich an die behandelnden ärzte die du angeben musst.

ich bin übrigens nie vom vers.amt untersucht worden, ging alles über die berichte.

wieviel du bekommst kann man schwer sagen.

ausschlaggebend sind hauptsächlich bleibende bewegungseinschränkungen.
bei mir ist z.b. die wirbelsäule fast komplett versteift.

HIER (http://hagobaer.bei.t-online.de/anhalt1.htm) kannst du nachlesen wonach begutachtet wird.

(sorry uwe, den link hab ich bei dir geklaut ;o , hoffe du bist nicht böse :) , ist sehr interessant!)

ich wünsche dir viel erfolg bei deinen bemühungen und hoffe das es dir an unserem hamburger "hausstrand" gefallen hat :D

alles gute!

nobbi

Krümel Ini
07.09.2004, 10:37
Danke für die super Links und die netten Antworten...

Hmmm, ich weiss gar nicht, wie ich das beschreiben soll, aber ich bin nun mal nicht der typische Arztgänger und versuche lieber alles für mich allein zu regeln.

Das Versorgungsamt würde es ja wahrscheinlich gleich so auslegen, dass wenn man nicht oft beim Arzt ist, man ja auch nicht so krank sein kann.
Das frustet mich total, denn am liebsten würde ich fast jede Woche hinrennen, wenn ich wieder nicht laufen kann, weil es so heftig sticht und die Beine teilweise vor Schmerz einfach wegknicken.
Aber wie kann ich sowas beweisen ? Wer glaubt einem überhaupt ??
(Wenn man hier ins Forum kommt, glaubt einem ja jeder, weil Ihr alle es selbst kennt, aber die meisten Leute kennen ja nicht mal die Erkrankung und sagen immer, ich soll mich nicht so anstellen)
Manchmal fühle ich mich wirklich regelrecht gehbehindert.

Aber auch Kur und Krankenhausaufenthalte kann ich nicht nachweisen, einen Rheumatologen habe ich auch nicht. Nur einen Orthopäden, bei dem ich aber auch das letzte Mal vor Jahren war. Die Behandlung übernimmt immer mein Hausarzt, der wirklich SUPER ist. Aber vielleicht muss ich wirklich mal einen Rheumatologen aufsuchen.
Ich kann aber ja auch nicht ständig "blau"machen und nicht zur Arbeit gehen, deshalb beiss ich meist die Zähne ordentlich zusammen und versuche die acht Stunden über die Bühne zu kriegen.

Ist schon alles nicht einfach und lässt mich doch so nen bisschen verzweifeln, wenn ich ehrlich bin..

Liebe Grüsse
Ini

Gast_02
07.09.2004, 17:26
Hallo Nobbi,

mir kann man keinen Link klauen, im Gegenteil.
Je mehr Leuten damit geholfen werden kann umso besser ist dann die Sache.
Das wollen wir doch auch, oder?

Lieben Gruss in den Norden, ins schöne Hamburg

Gruss
Uwe
;o