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Vollständige Version anzeigen : Neues Gesundheitsgesetz im Kanton Zürich - landesweite Diskussion


r.klute
10.02.2005, 18:07
Hallo,

auch in der Schweiz werden neue Gesundheitsgesetze vorgelegt.
Der Zürcher Regierungsrat hat ein neues Gesundheitsgesetz vorgelegt. Damit will er auch eine landesweite Diskussion lancieren, inwiefern Nichtpflichtleistungen in Spitälern aus finanziellen Gründen verboten werden sollen.

Gemäss dem Gesetzesentwurf soll der Regierungsrat ermächtigt werden, den Spitälern besonders teure, nicht kassenpflichtige Eingriffe zu untersagen, wie Gesundheitsdirektorin Verena Diener vor den Medien erklärte. Dies müsse möglich sein, wenn solche Eingriffe das Gemeinwesen "zu stark belasten".

Der Zürcher Regierungsrat erachtet eine Regulierung bei den Nichtpflichtleistungen als nötig, weil er davon ausgeht, dass sich als Folge des Fortschritts der Spitzenmedizin das Problem teurer Eingriffe ohne Kostenbeteiligung der Versicherer verschärfen wird.

Die Gesundheitsdirektion gibt sich generell zurückhaltend mit konkreten Beispielen. Die Rede ist etwa von Lebertransplantationen oder von teuren Medikamenten in der Krebstherapie, wie Martin Brunnschweiler, stellvertretender Generalsekretär der Gesundheitsdirektion, auf Anfrage erklärte.

Entsprechende Beschlüsse des Regierungsrats müssten noch vom Kantonsparlament genehmigt werden. Ausserdem seien die berechtigten Interessen des Forschungsplatzes Zürich zu berücksichtigen.

Eine weitere Neuerung des Gesundheitsgesetzes betrifft die Berufe der Naturheilkunde. So soll in Zukunft die Naturheilkunde weitgehend ohne staatliche Bewilligung und Beaufsichtigung ausgeübt werden können. Bei schwerwiegenden Verfehlungen kann die Gesundheitsdirektion ein Berufsverbot ausgesprochen werden.
Gruß
Rainer :)

Nelly
11.02.2005, 09:29
Hallo Rainer,

eigentlich habe ich darauf gewartet, dass auch bei uns die Zweiklassenmedizin kommt. Das ist nun der erste Schritt.
Aber bei uns ist alles "kantonal verschieden", so wird es dauern bis es in der ganzen Schweiz so sein wird....

Ciao,

Nelly