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Vollständige Version anzeigen : Aufrichtoperation


Guenter Eckert
28.03.2005, 22:42
Erbitte Erfahrungsberichte hierzu, da ich unmittelbar davor bin.

J.J.
29.03.2005, 09:21
Hallo Günter,:)
ich bin 2002 Aufgerichtet worden in der Werner Wicker-Klinik ... von S1 bis th7 waren 24 Schrauben und zwei Stäbe von ca. 35-40 cm ... erneute OP. 2004 (Materialerneuerung - dickere Schrauben und Stäbe) nach 2 Stabbrüchen ... konnte und durfte fast 3 Jahre nicht sitzen ... Krankenbett daheim, Pflegegeld für ein Jahr (mindestens) ...halbes J. Gips (zu), Kunststoffkorsett über 1,5 J. Mieder 2 -3 Monate ... heute fange ich wieder an zu sitzen ... was einigermaßen gut geht... sehr zufrieden war ich mit der Aufrichtung (12 cm in die Höhe) sowie mit den Ärzten u. Pflegepersonal in der Klinik. Die Brüche sind auch nicht deren oder mein verschulden ... einfach so geschehen ... heute gehe ich wieder "Aufrecht" und wenn man mich nicht kennt, sieht man es nicht auf den ersten Blick, dass man solch Zeit hinter sich gebracht hat!!! Ich und meine Familie sind sehr zufrieden und wie sage ich immer ..... schau nie nach hinten immer nach VORNE!:dd2
Na klar kann man den MB nicht besiegen oder gar vergessen aber die Lebensqualität die durch eine Aufrichtung bekommst kann man nur "ERLEBEN" fast nicht mit Worten beschreiben ... Probleme habe ich heute auch noch, schmerzen halten sich in Grenzen, Medikamente auch, dass Metall spürt man auch und es drückt, aber wie gesagt es ist ein schönes Gefühl deiner Frau wieder in die Augen zu sehen ....

Wo wirst du die OP. durchführen lassen?:gruebel:
Für weitere Fragen stehe ich dir gerne zur Verfügung, schreibe einfach ein Mail und ich werde dir auf deine Fragen Antworten ...

mit freundlichen Gruß :applaus:
Jürgen

Astrid
29.03.2005, 10:36
Hallo Günther,

ich bin im August 2000 in der Werner Wicker Klinik in Bad Wildungen operiert wurden, von TH5 bis S1 (2 Stäbe, 24 Schrauben). Zwei Stabbrüche habe ich hinter mir (sind aber nicht weiter schlimm). Schmerzen machen mir die Schrauben nicht. Aber der MB läßt sich leider dadurch nicht aufhalten. Schmerzen und Schübe sind geblieben. Auch ich mußte 1/2 Jahr einen nicht abnehmbaren Gips tragen, durfte nicht sitzen und nicht duschen, aber nur ein halbes Jahr. Danach 1/2 Jahr ein Kunststoffkorsett.
Drücke Dir ganz fest für Deine OP die Daumen. :dd1

Viele Grüße
Astrid

Fritz Hirt
18.04.2005, 16:07
Hallo
Ich bin 52, seit über 25 Jahren schleppe ich den MB mit mir rum. Vor 6 Wochen wurde ich in der Uni-Klinik Balgrist in Zürich operiert. Vorgesehen sind 2 Operationen, die erste war nun etwa in der Mitte der WS und hat mich um ca. 20° aufgestellt (Opening Wedge-Osteotomie L3 von dorsal, instrumentiert mit USS II Titan Th12 - S1).
Nach anfänglich grösseren postoperativen Komplikationen (1 Woche Intensivstation) geht es mir nun eigentlich recht gut, ich kann wieder gehen, die Schmerzen sind rückläufig, kontrollierbar, ich trage nur noch einen elastischen Stütz-Gürtel, schätze, dass ich in etwa zwei Monaten grundsätzlich wieder arbeitsfähig wäre.
Im Juni ist jedoch ein zweiter Eingriff geplant, der soll oben an der HWS nochmal ca. 30° bringen, so dass ich dann eigentlich wieder gerade stehen können sollte.
Was ich an den beiden vorgängigen Beiträgen nicht ganz verstehe ist die lange Rekonvaleszenzzeit und das Tragen eines nicht abnehmbaren Gipskorsettes. Mein Chirurg, Dr. Min, bezeichnet solche Methoden als archaisch... Und tatsächlich habe ich während meinem Klinikaufenthalt mehrere andere Patienten mit schweren Rückenoperationen erlebt, aber alle waren bereits wenige Tage nach der OP wieder auf den Beinen.

Selbstverständlich bin auch ich interessiert an weiteren Erfahrungsberichten über solche Aufrichtoperationen.

J.J.
18.04.2005, 17:43
Hallo Fritz,:)

ich denke grundsätzlich hast du/dein Arzt Recht, aber in der WW-Klinik z.B. ist das die Regel und im nachhinein, wenn es auch eine schwere Zeit ist, denke ich das sich der Aufwand gelohnt hat! Ich habe mich vorher auch sehr gut Informiert und dabei mehrere Kliniken konsultiert, aber nach meinem ersten Gespräch mit Dr. Völpel (Oberarzt - WW-Klinik) war ich von seinem Erfolg bei mir voll überzeugt!! Und das hat er und der Chefarzt auch bei mir geschafft ... mehr Lebensqualität usw. Dennoch denke ich, jeder der vor solch schweren OP. steht muß dieses mit sich selber ausmachen ... wie gesagt Info ist die halbe Miete/Erfolg ... Weiter glaube ich auch, dass in Absehbarer Zeit die WW-Klinik ihren Stand verbessern wird, um auch für MB betroffene die Zeit nach der OP. zu vereinfachen ...

Ich wünsche dir für deinen zweiten Eingriff alles gute ...:dd1

mit freundlichen Gruß ...

Jürgen

koli
18.04.2005, 17:50
Hallo Guenther,

ein herzliches Willkommen in Deiner neuen grossen Familie !!!

Gerade wird hier berichtet das Nobbi seine OP am Dienstag super überstanden hat !!!


Ich wünsch Dir viel Glück und wenig Schmerzen

Mfg Detlef

Aufrecht
05.05.2005, 14:08
Hallo zusammen.
als bei mir die Frage anstand, Aufrichtungs-OP ja/nein, habe ich erfahren, wie schwer es ist, verwertbare Informationen zu bekommen. Gottseidank habe ich damals zwei private Homepages von Operierten gefunden. Besonders beeindruckend waren die Bilder Vorher/Nachher. Ohne diese Pages wäre ich möglicherweise heute noch nicht operiert. Ich habe mir damals vorgenommen, meine Erfahrungen in einer eigenen Homepage zu verarbeiten. Diese habe ich am 25.04.05 ins Netzt gestellt.

Da jeder Bechterew individuell anders verläuft, können auch die Operationsmethoden individuell unterschiedlich sein.
Kaum bin ich "neu" hier im forum, muß ich bals auch schon wieder eine mehrwöchige Pause einlegen, da ich ab der kommenden Woche woeder in die WWK muß. Die "Aussenarbeiten" (Aufrichtung), wurden am 17.01.05 abgeschlossen, jetzt steht der "Innenausbau" an :-)
Sollte jemand an mich Fragen haben, stehe ich ihm hier solange natürlich Rede und Antwort.

LG
Michael

Werner
05.05.2005, 15:55
hallo michael,

schön dich hier begrüßen zu dürfen.:applaus:


freut mich, dass du uns gefunden hast, welch ein zufall.;)


dir wünsche ich für deine nächste OP - alles gute und viel erfolg.



aus DU- W`ort...einen lieben gruß

werner:bbb:

Aufrecht
05.05.2005, 17:32
Ja Werner,

Zufälle gibt's http://www.dvmb-forum.de/images/icons/icon12.gif

Aber für Betroffene, kanns garnicht genug Infomationen geben. Ich selber bin immer wieder erstaunt, wieviel Wissen, aber auch wieviel Unsicherheiten in Bezug auf MB bestehen.
Euch allen wünsche ich schon jetzt schöne, beschwerdefreie Pfingstfeiertage. Ich selber werde ja um die Zeit innerlich saniert.
Vielleicht trifft trifft man sich ja mal auf eine Gerstenkaltschale bzw. einen Hopfenblütentee http://www.dvmb-forum.de/images/icons/icon10.gif. Meerbusch ist ja von Wanheimerort nur einen Katzensprung entfernt.

LG

Michael

Nobbi
05.05.2005, 19:49
hallo michael!

auch mich haben die stallkamp und die bergemann homepages auf meiner suche sehr weitergeholfen!

deine seite finde ich auch sehr gelungen, hilft bestimmt vielen weiter, da es ja doch sehr wenig zu dem thema im netz zu finden gibt.
echt klasse von dir!

ich habe auch vor meine erfahrungen weiter zu geben, weiss aber noch nicht wie und so gut wie du krieg ich das bestimmt nicht hin aber zu ein paar vorher-nachher-fotos wirds schon reichen ;)

gruß!

nobbi

Aufrecht
05.05.2005, 20:52
Hallo Nobbi,

ich fände es toll, irgendwann einmal mehr über Deine Erfahrungen zu erfahren. Jeder Bechti ist ein Individualist und das geht über seine OP-Methode bis in die Zeit danach. Hier gibt es sicherlich Forumsmitglieder die Erfahrung haben bei der Erstellung einer Hompage und helfen Dir können. Man muss heute kein HTML oder JAVA-Programmierer mehr sein um eine HP auf die Beine zu stellen. Mein Problem war und ist, daß ich nicht mehr aufhöre zu schreiben, wenn ich einmal angefangen habe :-) Ist bei mir wie mit dem Reden. :-) Die Pflaster liegen schon für meinen Mund bereit, sollte ich eines Tages den Löffel abgeben, sagt meine Frau :-)
Ich bin ja ab nächster Woche erst einmal wieder aus dem Gefecht genommen. Solltest Du in ca. 6 Wochen noch Interesse haben, an der Erstellung einer eigenen HP, so werde ich mit meinem erworbenen "know how" gerne unterstützen.

LG

Michael

Werner
06.05.2005, 00:37
hallo michael,

da ich ja nicht mehr so weit springen kann, mache ich es dann mit 2 sprünge.:jump:

@...hallo nobbi,:hoch: schön, dass du ALLES überstanden hast.:knuddel:


liebe grüße den rhein rauf und auch zur elbe hoch,

von.... werner. ..aus DU - W´ort :tipp:

Gast_02
06.05.2005, 08:38
Hallo Michael,

ein **herzliches Willkommen in unserer Familie**.

Du hast da wirklich eine sehr schöne und interessante Homepage.
Ich finde es auch gut die Leute die das vor sich haben so gut zu infomieren.

Viel Erfolg bei der nächsten OP

Uwe
:o

Aufrecht
06.05.2005, 16:31
Hallo zusammen,
die WWK entläßt seit Ende 2004, den Patienten im Kunstoffkorsett. Während des Khs-Aufenthaltes, trägt man einen Rumpfgips mit Klettverschlüssen, sodaß zumindest die Körperpflege gewährleistet ist. Ich bin froh, dass ich den geschlossenen Gips wie J.J. nicht mehr miterleben musste. Ich merke allerdings beim Duschen (ohne Korsett) wie unsicher ich mich fühle und bin immer wieder froh, in meinen schützenden "Cocon" zu kommen. Er verhindert in jedem Falle ungesunde Bewegungen, die den Heilungsprozess der Wirbelsäule gefährden würden.

LG

Michael

Nobbi
06.05.2005, 21:35
hallo michael!

alles, alles gute für deine OP, hatte ich ganz vergessen ich torfnase :o

auf dein angebot in sachen homepage komme ich zu gegebener zeit gerne zurück!:hoch:

alles gute!

nobbi

koli
07.05.2005, 10:14
Hallo Nobbi,

Falls Du interesse an einer Homepage hast, dann melde Dich einfach bei uns:D .

Mfg Detlef

Dima
25.08.2011, 10:04
Hallo ihr Lieben,
hab auch einige Fragen zur Aufrichtoperation. Und zwar weiß jemand, wo die besten Ärzte dafür sind bzw. die beste Klinik, die darauf spezealisiert ist? Was kostet der "Spaß" wenn man extra vom Ausland für die OP kommt? Muss man mehrmals operiert werden ( völliger Versteifung Rücken, Hals)? Ist es empfehlenswert bei völliger Versteifung?

Vielen Dank
Liebe Grüße

flowerpower
22.09.2011, 19:25
Hallo,
erstmal ein grosses Dank an Michael. Ich war froh vorher zu wissen was meinem Mann bevorstand.

2006 wurde die untere "Hälfte" in Wildungen operiert wie Du es beschrieben hast.
Im vergangenen Jahr kam dann der "Rest" an die Reihe. Bis HWK 4 ist mein Mann komplett versteift worden. Allerdings im Gegensatz zur ersten OP ist der drei Tage nach OP bereits wieder mobil gewesen ohne Gips o.ä.

Nach zwei Wochen war er wieder bei mir zuhause.

Gut dummerweise kam danach noch ne kleiner Wundheilungsstörung dazu (das Loch ist heute noch nicht ganz zu.....), aber das ändert nichts an der Tatsache das die OP wunderbar geklappt hat.

liebe Grüsse