Vollständige Version anzeigen : Atemmuskulaturtraining
Hallo,
ich habe von meinem Physiotherapeuten empfohlen bekommen mit einem Geraet meine Atemmuskulatur zu trainieren. Das Geraet heisst Spiro Tiger...
Der Sinn dieses Trainings ist die Atemmuskulatur zu trainieren um das vorhandene Atemvolumen optimal zu nutzen. In anderen Worten: das Atemvolumen wird nicht mehr aber man ermuedet nicht so schnell beim schnellen atmen. Der Nutzen ist der, dass man nicht so schnell aus der Puste kommt wenn man sich koerperlich anstraengt.
Meine Frage ist ob schon jemand damit Erfahrungen gemacht hat und wenn ja moechte ich wissen wie der Erfolg ist. Das Ding ist nicht gerade billig und ich moechte mein Geld nur investieren wenn es auch gut ist. Die Krankenkasse bezahlt das naemlich nicht...
Hallo Nelly,
erst einmal ein images/my/willkommen.png an dich.
Ich persönlich denke das du denn gleichen Effekt mit Gymnastik erreichen kannst.:sport: :walk: :dance:
Ich jedenfalls konnte mein Atemvolumen nur mit Bechterewgymnastik
wieder verbessern. Natürlich muss man dies dann auch täglich machen.
Das heißt dann den inneren Schweinehund überwinden.
Du könntest also mit der richtigen Gymnastik das Geld für dieses
Gerät locker einsparen.
einen schönen Gruss
der Graf
Uwe
;o :rolleyes: :gruebel:
Hallo Nelly,
herzlich Willkommen in unserer großen Familie :) :knuddel: :)
Zu diesem Gerät kann ich dir nichts sagen, aber die Antwort von Uwe scheint mir sehr plausibel :applaus:
Wie weit ist denn der Bechti bei dir forgeschritten, dass du ein offensichtlich schon stark verringertes Atemvolumen hast? :gruebel:
Und womit behandelst du deinen Bechti sonst so?
Liebe Grüße :knuddel:
Lydia
Turbo Biene
22.02.2004, 06:07
Hallo Nelly ;)
Auch von mir ein Herzliches Willkommen in unsere Familie :knuddel:
Mein Mann hat mich mal, über ein Bericht in einem Heft, aufmerksam gemacht.
Er hat gelesen das der Spiro Tiger Athmungs Gerät auch für Bechterewler Patient gut sei.
Hier mal diesen Bericht:
http://www.sportdiagnosen.de/modules/newbb/images/Artikel%20VeloPlus.pdf
Ich denke auch das, so lange ich mich genügend bewegen kann und meine alltägliche Atem übungen machen kann, werde ich das so weitermachen, es sei denn.....die Bewegung würde so eingeschrenkt das es mich nicht mehr möglich wäre.....dann, warum nicht?
Da noch etwas mehr über das Gerät:
http://www.idiag.ch/deutsch/medical_spiro.html
Ich wünsche Dir weiter alles gute und würde mich freuen etwas mehr von Dir zu höhren....hast Du auch MB?
Was machst Du dagegen?
Machs gut und liebe :knuddel: Grüsse
Turbo Biene ;)
hallo zusammen!
hallo turbo biene, ich habe mir das teil mal auf deinen links angeguckt.was ich davon halte? ich weiss nicht so recht. vielleicht für sehr schwer kranke die sonst nichts anderes machen können. oder für leistungssportler die die letzten reserven aus sich rauskitzeln wollen.
ichweiss zwar nicht was das ding kostet (scheint ja nicht grade billig zu sein) ich für meinen teil habe mein geld lieber in ein neues fahrrad investiert (was natürlich auch sündhaft teuer ist, gerade wenn man so wie ich immer ein paar umbauten braucht wegen des steifen rückens) was mir für uns sinnvoller erscheint weil man ja nicht nur die lunge sondern den ganzen körper trainiert.
würde mich trotzdem interressieren was jemand sagt der das ding selbst schon benutzt hat, ich bin ja für alles neue offen!
nobbi
übrigens: kann mir jemand erklären wie das mit den smilies(IMG-Tag) funktioniert? ich raff das nicht!
:confused: danke!
Hallo Nobbi,
Die Smilies bekommst du folgendermaßen:
die Seite mit den IMG-Tag-Smilies öffnen, bei dem Smily, den du haben möchtest, den Text neben dem Bild markieren ([IMG... bis /IMG], den markierten Text kopieren (Strg+C) und dann in deinem Beitrag mit Strg+V einfügen.
Wenn dann der Text und nicht das Bild im Beitrag erscheint, hat Rainer in diesem Forum die IMG-Tags noch nicht eingeschaltet (steht unter den Beiträgen bei den Forum-Regeln); mit einer kurzen PN an Rainer läßt sich das aber leicht ändern. :verweis:
Viel Erfolg beim Smile ;)
Liebe Grüße :knuddel:
Lydia
Hallo,
vor allem Dir, Turbo Biene! Du hast mir gute links gegeben.
Natuerlich gilt mein Dank auch Graf Drakula und Ulmke.
Uebrigens, Ihr scheint so die Aktivsten in diesem Forum zu sein, ich habe mich so rumgeschaut... hehe!
Da hattest Du mich gefragt wer ich bin u.s.w.
Wie anworte ich kurz, das war mein erster Gedanke.
Erstens: ich bin auf dieses Forum ueber den die SVMB gekommen, die einen Artikel in ihrer Zeitschrift "Vertical" auf dieses Forum verweist.
Ich bin Schweizerin und wohne und arbeite im Kanton Tessin, dort wo andere Urlaub machen...
Mein erster Schub begann im 1985 und dauerte 3 satte Jahre. Niemand wusste natuerlich was ich hatte und ich hatte wenigstens einen Arzt der mir glaubte, dass ich starke Schmerzen hatte. Auf einer Skala von 0 bis 10, war ich meist auf 10. Sehr trocken gesagt und beruert einem nicht so wenn ich es so schreibe. Richtige Therapie gab es keine, also hat die Natur so gewaltet wie sie wollte. Irgendwie habe ich mich dann nach der schlimmsten Zeit durchgewurstelt. Im 1999 wurde es wieder ganz schlimm, der erste Arzt war inzwischen tot, musste also einen anderen finden. Als es dann immer schlimmer wurde kam ich in eine Klinik. Wie so ueblich wird man dann an allen Loecher und Enden untersucht, es ist wenig ausgelassen worden.
Fazit: erhoehte Blutsenkung, CRP erhoeht, alle Roentgenbilder unauffaellig. Dafuer Schmerzen an der ganzesn Wirbelsaeule, an den Rippengelenken und an den grossen Armgelenken. Die Therapie half egentlich praktisch nicht. Dem lieben Rheumatologen kam der Gedanke ich sei nur hysterisch und ich wurde gedaempft ,aber nichts wurde richtig unternommen gegen meine Schmerzen.
Mittlerweile war ich 24 kg leichter und am Boden zerstoert, hatte inzwischen mein Vertrauen in die Aerzte vollkommen verloren. Auf mein ausdrueckliches Verlangen bin ich dann im Juni 2000 in die UNIklinik in Zuerich gekommen. Dort wurde eine "unspezifische seronegative Spondyloarthritis" diagnostiziert.
Bis dahin hatte ich so ziemlich alle NSAR durch ohne Erfolg, so auch Salazopyrin. Endlich kam der Professor auf die Idee good old Butazolidin herauszuholen und, richtig! es wirkte bei 600 mg pro Tag (nicht darunter). Zurueck im Tessin wollte sich der Erfolg dann doch nicht so richtig einstellen und nach 2 Monate! Wartezeit kam ich endlich zu einem anderen Rheumatologen.
Der diagnostizierte noch zusaetzlich eine sek. Fibromyalgie, was auch der Grund war fuer den nur teilweise Erfolg des Butazolidins.
Mit der Diagnose unspezifische Spondyloarthritis ist es so eine Sache, denn er meint es koennte auch das Stadium 1 eines MB sein. Nachdem was ich bis jetzt alles gelesen habe koennte dies durchaus moeglich sein. Inzwischen hat mein Koerper auch noch ein paar andere Nettigkeiten fuer mich augedacht, wie: eine entzuendete Zehe, Darmprobleme, und eine Uveitis, welche ich Allerdings schon im 1976 mal hatte. Mit viel Ausdauer und grossem Einsatz von den Fisiotherapeuten bin ich im Moment in recht guter Form, muss allerdings dafuer viel Zeit investieren. Wofuer? Uebungen, viel Bewegung. Vor einem Jahr habe ich begonnen zu joggen, ich habe aber ein sattes Jahr gebraucht um dort anzugelangen wo Otto-Normalbuerger in einem Monat angelangt.
Meine Rippengelenke sind eben mir!!!
Deswegen die Idee vom Spiro Tiger....
Alles aufzuschreiben waere etwas zuviel gewesen, klar gibt es Sachen, welche ich ausgelassen habe, die fuer mich eine enorme Rolle gespielt haben.
Ich bezeichne mich als sehr aktiver Mensch, sehr initiativreich, kontaktfreudig, leider sehr ungeduldig, was bei MB nicht von Vorteil ist. Ich bin von Beruf Tieraerztin, arbeite Teilzeit. Ich habe eine Menge Hobbys, viele davon kann ich waerend des Schubes schlicht und ergreifend vergessen. Die Krankheit hat mir nicht nur Negatives gebracht, sie hat mich gezwungen Ordnung in meine Seele zu bringen und hat dadurch einen recht ausgeglichenen Menschen aus mir gemacht, was ich frueher absolut nicht war.
In Sachen Spondyloarthritis und Fibromyalgie koennte ich mir langsam selbst langam den Doktorhut aufsetzen, vielen Patienten ist es sicher so aehnlich ergangen. Einzig eine Wut ist mir geblieben auf einzelne Herren in weiss, die meinen sie wuessten Alles und einem Behandeln als ob man den letzten Dreck waere und gleichzeitig wenig Ahnung ueber ihr eigenes Fachgebiet haben (und nicht mal die Zivilcourage besitzen Patienten an Spezialisten zu Ueberweisen). Aber das ist mein eigenes Problem.. Jetzt wo ich die Situation recht gut im Griff habe, sind manche Wolken vom Himmel verschwunden, aber es war ein langer und sehr steiniger Weg.
Jetzt glaube ich in guten Haenden zu sein, mein Umfeld ist jetzt auch so, dass ich weiss wo helfende Haende fuer mich sind. Ich geniesse mein Leben, wenn auch mit Einschraenkungen, was spaeter kommt wer weiss das schon.
Bis Bald,
Nelly
PS: Falls es Deutschfehler gibt, bitte ich um Nachsicht. Ich habe meine Schulzeit im italienischen Sprachraum gehabt!
hallo lydia!
heissen dank für den tip! werde ich gleich mal ausprobieren.
images/my/857.gif
nobbi
Hallo Nelly,
da hast du ja schon einiges durchgemacht! :(
Mir hat übrigens auch nur Butazolidin aus dem Schub geholfen, aber das habe ich dann, als er endgültig weg war, durch ein anderes NSAR ersetzt und fahre bisher gut damit :).
Ich würde aber an deiner Stelle, bevor ich das teure Gerät kaufe, erst nochmal mit der Physiotherapeutin spezielle Atemgymnastik üben - wenn das nichts bringt, kannst du immer noch dein Geld loswerden ;)
Bist du wegen der Darmprobleme bei einem Internisten in Behandlung? Das könnte Morbus Crohn sein - der kommt gerne zusammen mit MB. Meiner Meinung nach paßt nämlich die Spondylarthritis zusammen mit Uveitis und entzündetem Zeh und große Armgelenke (=periphere Beteiligung) ganz gut zu MB. Wie ist denn dein HLA-B27? Ist bei dir schonmal eine 3-Phasen-Szintigraphie gemacht worden?
Weil die bei mir positiv war ('floride Entzündung der ISG') und zusammen mit peripherer Beteiligung, HLA-B27 positiv und Uveitis sowie positiver Familienanamnese hat mein Doc schließlich auch gesagt, das sei MB und nicht Spondylarthritis...
Liebe Grüße :knuddel:
Lydia
Turbo Biene
24.02.2004, 03:27
Liebe Grüsse aus der Schweiz :applaus:
http://www.dvmb-forum.de/images/my/503.gif
Merci für Dein Brief ;)
Du hast so vieles durchgemacht in all den Jahren und dadurch auch gelernt :trost:
Ich möchte Dich ganz besonders in die Arme nehmen und mit Dir nachfühlen :knuddel:
dazu wünsche ich Dir eine Schmerzfreiere Zeit und viel Sonne :cool:
Wie sieht es momentan aus im Tessin?
Bei uns hat es noch schnee und ist kalt.....ist ja klar, wir haben ja noch februar :rolleyes:
Alles gute und liebe :knuddel:
Turbo Biene ;)
Hallo Ulmka und Turbo Biene,
bei uns hat seit gestern Nordfoen eingesetzt, das heisst kalter trockener Wind. Der hat das Meiste vom Schnee schon weggepustet.
Wie Ihr gesehen und gelesen habt ist mein gestriger Text doch recht lang geworden, wenn ich da noch alle Details hineingebracht haette, dann waere es zu einem Buch ausgeartet...
Es wurden Untersuchungen durchgefuert wegen dem Darm, genauer ein Enteroklisma und es ist definitiv kein Morbus Crohn.
Die Fibromyalgie beschert mir einen Reizdarm und dazu spielt wahrscheinlich noch eine Colitis ulcerosa hinein. Da ich einen stark vernarbten Enddarm habe ist es nicht so lustig und auch schwierig eine Colonscopie durchzufuehren. Ehrlich gesagt, ich verzichte lieber darauf.
Wie ich schon geschrieben hatte bin ich seronegativ, es gibt auch kein mir bekannter Vorfahre der je MB hat oder sowas aehnliches.
Butalzolidin habe ich 1 1/2 Jahre nehmen muessen, denn solange war ich in der akuten Phase. Dazu noch Dafalgan oder Tramal oder Temgesic je nach intensitaet der Schmerzen. Spaeter bin ich dann auf Tilur retard 2xtgl gekommen.
Gut geholfen hat mir Akupunktur, bei der ersten Sitzung war ich das erste mal Schmerzfefrei nach 17 Jahren! Auch dem Darm und der Schlafqualitaet hat es sehr geholfen.
Wenn ich es wieder brauche gehe ich zu einer Akupunkturserie und kann weitgehend auf Schmerzmittel verzichten, wenn ich mich daran halte taeglich meine Uebungen und Bewegung zu treiben (zirka 2 Stunden total pro Tag). Sobald ich aber stillhalten muss geht die Hoelle wieder los und ohne Tramal geht es nicht.
Da ich selbstaendig erwerbend bin, kann ich mir meinen Tag selber gestalten und so kann ich meine Uebungszeit gut in den Tagesablauf einfuegen. Ich habe auch ein Bett im Wohnzimmer anstatt eines Divans, so bin ich bei den Leuten und wenn ich nicht mehr sitzen kann, dann lege ich mich halt hin.
Bei mir wurde nicht nur eine Szintigrafie gemacht sondern sogar ein PET. Was das ist? Ein PositronenEmissionsTomogramm.
Da wird man nich mit Elektronen bombardiert sondern mit Positronen. Teures Ding, hat aber zur Diagnose geholfen.
So, das waers fuers Erste,
Nelly
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