Vollständige Version anzeigen : Mobbing
Bernhard
03.03.2004, 19:55
Hallo,
möchte mich erst vorstellen. Bin 53 Jahre alt und meine Frau 52 Jahre leidet seit langer Zeit unter Morbus Bechterew. Bis vor kurzem kam sie damit sehr gut zurecht. Seit ca. 8 Wochen hat sie einen Schub. Innnerhalb von 2 Wochen erhielt sie 5 Allvoran Spritzen, danach Prednisolon und nimmt jetzt wieder Voltaren Resinat und Voltaren 50. Die Schmerzen haben sich in der Zwischenzeit leicht gebessert. Die behandelnden Ärzte
(Hausarzt, Orthopäde+Rheumatologe, Internist+FA f. Rheumatologie) vermuten, dass es psyschisch bedingt ist und mit dem Arbeitsumfeld meiner Frau zusammenhängt. Meiner Meinung nach liegt die Vermutung sehr nahe, bestätigt dadurch, dass die Laborwerte in Ordnung sind. Wir haben uns auch schon erkundigt,
im Moment ist kein Therapieplatz frei.
Ein Arbeitsplatzwechsel scheidet fast aus, Schwerbehindertengrad 60 G.
Wer hat schon Probleme mit Mobbing gehabt und kann uns helfen.
Viele Grüsse
Bernhard
Hallo Bernhard,
erst einmal ein images/my/willkommen.png an dich.
Zum Thema Mobbing sieht es sehr schlecht aus.
Ich kann dir daher nur empfehlen dich im Internet darüber schlau zu machen.
Es gibt genug Seiten über dieses Thema.
Leider denke ich das es wohl keine andere Möglichkeit gibt als den
Arbeitsplatz zu wechseln. Auch ich habe das schon hinter mir, nur
das es bei mir der Chef persönlich war.
Aber wie gesagt, es ist besser du siehts dich auf entsprechenden
Seiten um, wie z.B.
Mobbing (http://www.mobbing-am-arbeitsplatz.de/)
oder du gibst einfach Mobbing bei Google ein.
Ich wünsche euch beiden dafür viel Glück.
einen schönen Gruss der Graf
Uwe
:gruebel: :rolleyes: ;o :gruebel:
Hallo Bernhard,
herzlich Willkommen in unserer großen Familie :) :knuddel: :)
Schade, dass deine Frau so unter Mobbing leiden muss, dass davon ein Schub ausgelöst wurde :(
Eine 'professionelle' Hilfe dazu fällt mir nicht ein - aber wenn es ihr helfen würde, mit uns darüber zu 'sprechen', darf sie uns gerne ihr Herz ausschütten, wir versuchen dann, ihr irgendwie zu helfen.
Ich weiß, das ist nur ein 'Strohhalm', aber ich fürchte, sehr viel mehr können wir da nicht tun :(
Liebe Grüße :trost:
Lydia
Engelbert
04.03.2004, 04:27
Hallo Bernhard
Zunächst einmal ein herzliches willkommen hier.
Das die psychische Situation dem verstärktem Empfinden des MB wohl vorschub leistet denke ich ist klar.
Was das Mobbing angeht so kommt es wohl sehr darauf an wie groß so eine Firma ist und ob mann den auslösenden Faktor ( Chef, Abteilungsleiter oder Kollegen ) lokalisieren kann. Meist stehen die oberen Etagen einer Firma nicht hinter sollchen Methoden und da hilft dann ein offenes Gespräch mit der Geschäftsführung. Da eione Umsetzung deiner Frau wohl nicht in frage kommt müßten halt andere versetzt werden.
Was die Laborwerte angeht so ist es eigentlich beim MB typisch das diese nicht erhöht sind solange keine übermäßige Krankheitsaktivität vorliegt. MB verichtet sein Werk eben oft im stillen.
Deiner Frau auf diesem Wege recht baldige besserung
Engelbert
Lieber Bernhard,
es tut mir sehr leid, was Deiner Frau geschieht. Aber leider ist heute keiner mehr vor Mobbing gefeit. Und die Schwächsten, sind leider die willigsten Opfer.
Wie meine Vorredner schon sagten, ist die Firma groß genug, gibt es sicher einen Betriebsrat ect, bzw der Chef muß Klartext reden. Was er nicht derjenige ist. Bei meinem Psycho Doc gibt es eine richtige Mobbing Sprechstunde. Es kommt also öfters vor, daß gemoppt wird. Er versucht dann in Gesprächen das Opfer in den Ankläger zu verwandeln. Kann aber leider nicht mehr dazu sagen, da ich es nur am Rande mit bekommen habe.
Vielleicht mag Deine Frau mal vorbei schaun bei uns...manchmal klärt das auch den Blickwinkel und ihr platzt der Kragen...ich wünsch es ihr..
Liebe Grüße
Andrea:hoch:
Hi!
Mir fällt dazu nur ein:
Ist der Betrieb groß genug, müßte doch ein Personal- bzw. Betriebsrat vorhanden sein.
Wenn ja, wendet Euch an den, denn die sind verpflichtet zu helfen.
Sonst wirklich mal bei Google eingeben, vielleicht werden dort noch andere Wege der Hilfe aufgezeigt.
Deine Frau hat doch eh schon ihr Päckchen zu tragen, da muss so etwas vom Arbeitsplatz nicht auch noch sein, deshalb würde ich versuchen dagegen anzugehen, wenn sie dazu die nötige Kraft hat.
Kommt ja auch darauf an, ob es sich um eine bestimmte Person oder um mehrere Personen handelt.
Ich wünsche Euch viel Erfolg dabei. Berichte doch mal, ob ihr etwas erreichen konntet.
Gruß
Henrike
Turbo Biene
05.03.2004, 04:36
Sei Herzlich Willkommen in unsere Grooosse Familie :applaus: und hoffe das Du Dich richtig wohl fühlen wirst bei uns ;)
Es macht mich immer wieder traurig das so etwas wie Mobbing, immer wieder passiert und möchte Deiner Frau gerne helfen......:confused:
Wie Lydia es schon vorgeschlagen hat....denke ich auch das es vielleicht für Deine Frau gut wäre und auch ein aufsteller bei uns zu lesen und die Möglichkeit zu haben Fragen zu stellen und Ihr Herz ausschütten ;)
Also....seit beide Herzlich Willkommen in unsere Familie
http://www.dvmb-forum.de/images/my/503.gif
Liebe :D Grüsse
Turbo Biene ;)
schneggel75
06.03.2004, 02:14
Hallo Bernhard,
kann mich den anderen nur anschließen. Ich bin auch ziemlich gemobbt worden, sogar vom eigenen Chef der nebenbei gesagt Arzt ist! Bin seit Oktober krankgeschrieben und ich denke, daß das Mobbing ein großer Auslöser mit dafür war das ich seit Oktober einen wirklich schlimmen Schub hab. Psychisch gehts mir mittlerweile wieder gut. Reden bzw. sich alles von der Seele schreiben tut Deiner Frau bestimmt gut. Hier hat sie auf jeden Fall ne Menge netter Leute um sich, die sie verstehen werden und auch vielleicht den einen oder anderen Rat für sie haben. Ich kann nur sagen, fühl mich hier wirklich *sauwohl*. Fühl mich endlich verstanden.
Lieben Gruß Claudia
Hallo Ihr Lieben,
ich bin ja echt ensetzt, wass manche von Euch noch zusätzlich mitmachen müssen. Das tut mir irre leid. Da hat man schon so mega Schmerzen, weiß manchmal nicht wo oben und unten ist, und dann wird man in auch noch gemobbt und das Leben wird dadurch nicht gerade einfacher.
Ich habe zum Glück in dieser Hinsicht kein Problem. Habe ganz liebe Mitarbeiter, Kollegen und Chefin, die auch jederzeit Verständnis dafür haben, wenn ein Schub mich flach legt. Im Gegenteil, meine Kollegin schmeißt mich öfters aus der Praxis, da sie sieht, das ich nicht mehr kann - und freiwillig gehe ich selten.
Ich wünsche Euch allen ganz ganz viel Kraft und Power, dass dieses Mobbing aufhört. Das Problem ist auch noch, dass einer anfängt und die anderen machen einfach mit - obwohl es nicht Ihre eigene Meinung ist - man möchte dazugehören - und als gemobbter steht man ganz alleine da.
Charly
Bernhard
06.03.2004, 17:51
Hallo zusammen,
vielen Dank für Eure Antworten und Reaktionen,
es hat uns gut getan.
Das Problem ist, dass es sich um eine sehr kleine Firma handelt.
Wenn ich/wir mit unserem Problem weitergekommen sind,
werden wir uns wieder melden.
Auch Euch allen alles Gute und Gesundheit
viele Grüsse
Bernhard
:) :)
Hallo Bernhard,
habe jetzt die ganzen anderen Worte der anderen Berichte gar nicht gelesen.
Mobbing ohne Umschweife gesagt ist Sch... und findet leider , fand auch schon immer in allen Alters-und Bereichen statt, wo Menschen zusammen treffen und sozusagene Zwangsgemeinschaften bilden....sogar schon im Kindergarten oder noch treffender in der Schule(nicht belächeln; stimmt- nur früher nannte man das anders)
Und das Leiden des gemoppten ist unglaublich groß und balastet enorm die Psyche und somit nartürlich auch den Körper.Nun zunächst: gibt es einen "Mobbingausschuss" im Betrieb??
Ich sage das nicht so ungefähr, mir erging es nämlich auch so.Und das alles aus vielen kleinen Missverständnissen heraus, die sich zusammen summiert haben, sodass ich im Team der Aussenseiter wurde, ohne irgendetwas auch nur annähernd irgendetwas zur Verteidigung vorbringen zu können, weil ich gar nix wusste.Ich wusste auch nicht, das hinter meinem Rücken getratscht worden ist.Irgendwann nur, nach meinem letzten Urlaub, wunderte ich mich über ein nicht mal ...Hallo...ausgesprochenes Wort und meiner letzten Erkrankung (10/03; Bandscheibenvorfall-6 Wochen krank) ein Hallo und tagtäglich wurde ich immer nur komisch mit muffigen Blicken begrüßt....wen wundert es denn dann, wenn man oder frau einen neuen Schub bekommt und wen wundert es denn dann , wenn man Angst hat , wieder arbeiten zu gehen.....
Bei mir (ich spreche von mir....) half eine Teamaussprache von 6!!Stunden.Ich will nicht sagen, dass das Team nun zu meinem engsten Freundeskreis zählt, aberdas Arbeiten ist erträglicher geworden. Ich kann mir das näml. auch leider nicht aussuchen..
Ich wünsche Euch alles erdenkliche (und das meine ich ernst) Gute und dass es bald besser wird!!!!!
gute Besserung und liebe Grüße
Hallo,
ich hatte das gleiche Problem mit dem Mobbing. Erst war es ein Kollege der neben mir sass und als ich dann zur Chefin ging, setzte sie meinen Kollegen eine Etage weiter. Kurze Zeit hatte ich dann Ruhe. Dann Ging das Mobbing weiter aber diesmal direkt von meiner Chefin. Das ganze endete dann vor dem Arbeitsgericht nach gut einem Jahr denn sie hatten mich dann noch gekündigt, trotz Schwerbehindertenausweis. Muste mich wieder einstellen und beantrage die Kündigung beim Versorgungsamt was aufgrund der schwere der Erkrankung der Kündigung zustimmte. Jetzr bin ich berentet worden. Aber das Mobbing vergisst man nie und auch ich mache eine Therapie bei einer Psychologin. Man geht regelrecht unter dem Mobbing ein.
Unregistriert
28.11.2005, 09:20
das ist doof
Basty777
28.11.2005, 10:27
das ist doof
sehr Sinnvoller Beitrag... :aerger:
mobbing ist sicher hart aber sicherlich auch häufig nur Ansichtssache. Wenn man sich das ganze nicht zu sehr zu Herzen nimmt und das nicht zu eng sieht ist es alles nur noch halb so schlimm. Ich versuche wenn ich mal wieder Probleme habe mit meinem Kollegen das einfach auf seine schlechte Laune zu schieben. Hab ich ja schliesslich auch manchmal! Ausserdem was bringt ihm das mobben wenn keiner drauf reagiert?? :p
LG
Basty
trombone
05.12.2005, 08:52
Hallo Bernhard,
wenn Cortison bei Deiner Frau wirklich hilft - kann es nicht psychischer Natur sein. Und die Aussage, dass im Blut nichts zu finden ist - ist genauso sinnlos (entschuldige bitte meine krasse Ausdrucksweise). Gerade bei seronegativen Erkrankungen ist es klassisch (deswegen ja auch der Ausdruck seronegativ), dass sich eben keine Rheumafaktoren im Blut zeigen. Und man sollte auch nicht vergessen, dass es super viele Patienten gibt, die eben nicht mit einem Anstieg von CRP und/oder BSG auf einen Schub reagieren- Übrigens gerhöre ich selber zu dieser Patientengruppe dazu.
Das mit dem Mobbing am Arbeitsplatz kenne ich auch. Allerdings hatte ich das Glück die Abteilung wechseln zu können. Häufig läuft Mobbing (in manchen Firmen wird dieses unkollegiale Verhalten von der Firmenspitze ja auch noch gefördert) darauf hinaus, dass die Betroffenen irgendwann nicht mehr können und kündigen - die andere Alternative wäre dann nur noch Augen zu und durch. Um das aber aushalten zu können, bedarf es m.E. prof. Hilfe. Sprich mal mit Deiner Frau darüber.
nicoletta
19.03.2008, 21:55
Der letzte Beitrag hat mich gerade zu einer kleinen Erkenntnis gebracht. Ich habe seit 1 1/2 Jahren chronische Iritis – momentan so schlimm dass ich krankgeschrieben bin – und muss leider bei meinen zwei Arbeitskolleginnen feststellen, dass sie mich mobben. Nun ist mir klargeworden, dass ich ja eigentlich auch das Motto "Augen zu und durch" lebe, indem ich mein krankes Auge bei der Arbeit mit einer schwarzen Piratenklappe abdecke! Ist noch komisch, wenn man plötzlich in einer Redewendung parallelen zu sich selbst sieht.
Ich musste vor meinen Ferien wegen einer stärkeren Iritis zwei Tage aussetzen. Als ich dann noch einen Tag arbeiten ging, fragte niemand ausser dem Chef, wies mir geht. Ein knappes, mürrisches Hallo ohne Blickkontakt, keine Frage, ob ich Mittagessen komme, keinen "Schöne-Ferien-Wunsch", musste ich über mich ergehen lassen. Ich war während der ganzen Ferien krank und nun, nach den Ferien, immer noch. Die Iritis will nicht bessern. Heute habe ich der Kollegin ein SMS ins Büro geschickt, dass es mir leid tut, schon wieder zu fehlen – was auch stimmt. Keine Antwort.
Ich muss mich nun nach einem neuen Job umsehen, denn unser "Team" besteht nur aus zwei "Kolleginnen" und drei Chefs, es gibt also keine Ausweichsmöglichkeit! Und das halt ich definitiv nicht mehr aus.
Liebe Grüsse, Nicoletta
schnuppelchen
20.03.2008, 05:51
Hallo Nicoletta ,
Mobbing ist immer eine unschöne und vorallem sehr fiese Geschichte.:mad: http://www.bechterewforum.de/images/icons/icon13.gif
AUch ich war dem vor Jahren mal kurzfristig ausgesetzt und habe sehr schnell die Konsequenzen daraus gezogen , indem ich gegangen bin. Leider kann man sich diesen Schritt ja nicht immer erlauben - einen neuen Arbeitsplatz zu finden ist in der heutigen Zeit ja nicht ganzt einfach.
Wenn Du aber diese Möglichkeit hast , ist dieser Schritt aber sicherlich der Richtige und für Deine Gesundheit sehr förderlich !
Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei :dd1,alles Gute und vorallem gute Besserung mit der Iritis !
Ganz liebe Grüße , Kerstin
nicoletta
20.03.2008, 09:10
Hallo Kerstin
Danke für deine Antwort und den Besserungswunsch. Habe mich gestern wieder mal zu sehr aufgeregt über die "Kolleginnen". :aerger:Das fördert meine Gesundheit auch nicht gerade.
Es ist wirklich etwas, das man keinem wünscht. Aber leider gibt es in unserer Gesellschaft einige solche schwarzen Schafe, die mobben. Was der tiefere Sinn dahinter ist, weiss ich nicht. Ein Genugtuungsgefühl? Eine Art Rache? :( Eigentlich habe ich ja nichts böses gemacht, ausser dass ich chronisch krank bin (wofür ich ja eigentlich nichts kann). Aber die eine der Mobberinnen arbeitet eben auch, wenn sie krank ist. Wie sie das schafft – keine Ahnung. Sie ist wohl so eine Art Roboter, jedenfalls nicht menschlich. :eek:
Es wird nicht einfach sein, einen neuen Job zu finden. Ich schaue mich trotzdem mal um. Evtl. mache ich mich auch selbständig, denn irgendwie habe ich langsam genug davon, von einem Chef und Kollegen abhängig zu sein. Habe jetzt auch einen Antrag auf IV-Rente gestartet und werde mich evtl. umschulen lassen auf Ernährungsberatung, Maltherapie oder ähnliches. Ich würde noch gern andern Leuten auf irgendeine Art helfen. Muss aber noch suchen, was es dann genau ist.:gruebel:
Liebe Grüsse, Nicole:danke:
schnuppelchen
20.03.2008, 09:17
Hallo Nicole ,
toll , daß Du das so " gelassen " nimmst und Dich nicht unterkriegen läßt http://www.bechterewforum.de/images/icons/icon14.gif .
Den Sinn des Mobbens habe ich auch nie verstanden - Neid und Rache - Genugtuung - ja , das paßt schon - LEIDER ! http://www.bechterewforum.de/images/icons/icon8.gif
Das sind tolle Ideen , die Du da hast , was Deine berufliche Umorientierung betrifft.:)
Und es wird bestimnmnt das Richtige dabei für Dich herauskommen.
Ich wünsche Dir ganz viel GLück dabei !!!!!!
Ganz liebe Grüße , Kerstin :knuddel:
nicoletta
20.03.2008, 10:58
Hallo Kerstin
Es fällt mir oft schwer, das gelassen zu nehmen. Heute habe ich gerade einen guten Tag, wo es leichter fällt. Wahrscheinlich weil Ostern vor der Tür steht und ich einige Tage das Büro vergessen kann. :)
Lieber Gruss und frohe Ostern
Nicole
schnuppelchen
20.03.2008, 11:13
DANKE !
:)
Das wünsche ich Dir auch .
Und ganz viel Durchhaltevermögen !
Das sagt alles!
Habe eine Kollegen getroffen, bist WIEDER krank war das erste was zu hören war. Dann kam das, was hast du denn:-(
Antwort : Kennst du du nicht, Bechterew.
Er machte ein blödes Gesicht nee kenne ich nicht, und weg war er. Bis er zu den Kollegen kommt, hat er den Namen wieder vergessen, aber sagen wird der nichts mehr. Diese Plamage
Hallo ihr Lieben!
Dieses Thema beschäftigt mich zur Zeit auch.
Genauso wie ihr verstehe ich auch nicht, wie Menschen den Gefallen daran finden können, anderen das Leben zur Hölle zu machen.
Eigentlich sind diese Menschen bemitleidenswert, weil sie nicht wissen, wie soziales Verhalten aussieht und selbst anscheinend so ein großes Problem mit sich selbst haben, dass sie es so kompensieren müssen.
Ich gehe mittlerweile schon morgens mit Magenschmerzen auf die Arbeit und habe schon Angst davor, was mich wieder erwartet.
Ich frage mich immer, was ich schlimmes getan habe, dass ich das verdient habe. Aber wahrscheinlich liegt es auch daran, dass ich das gefundene Opfer bin, weil ich mir viel zu viel gefallen lasse.
Ich gehe auch auf die Arbeit, wenn´s mir nicht gut geht. Aber es wird erwartet, dass ich auch dann 100% Prozent gebe.
Auf der einen Seite habe ich keine Lust mir nachsagen zu lassen, dass ich ständig krank mache und kämpfe mich durch, aber auf der anderen Seite lässt man mir auch nicht durchgehen, dass ich an solchen Tagen nicht unbedingt länger als nötig bleiben und auch noch die Arbeit der anderen erledigen will.
Langsam denke ich sowieso, dass ich machen kann, was ich will, es ist grundsätzlich verkehrt.
Da kommt auch noch einiges mehr dazu, wie z.B., dass ich ständig kontrolliert werde, nach Fehlern gesucht wird, welche dann zu einem regelrechten Drama gemacht werden, damit zum Chef wird und allen anderen unter die Nase gerieben wird.
Ich darf jede Scheißarbeit machen und wenn ich nicht dazu komme, dann wird mir nachgesagt, dass ich stinkfaul bin.
Das bekommt auch jeder mit, aber ich kann nicht damit rechnen, dass mir irgendjemand hilft.
Es dreht sich hier auch nur um eine Person, die das alles anzettelt, aber diese eine Person hat so großen Einfluss auf alle, dass ich nichts machen kann.
Deswegen werde ich mir auch etwas Neues suchen, das hat keinen Sinn mehr und macht mich auf Dauer krank und mürbe.
Ich werde noch meine Reha durchziehen und dann leg ich (hoffentlich frisch gestärkt) los.
Ich wünsch euch allen schöne Osterfeiertage!
schnuppelchen
20.03.2008, 16:32
Liebe Giselle ,
Ich kann mir vorstellen , wie Du Dich fühlst und wie es Dir damit geht. :trost:
Wie ich bereits bei Nicoletta schrieb , habe auch ich eine zeitlang so ein Mobbing ertragen müssen , und nur weil ich etwas "besaß ", was andere mir neideten.
Was die anderen nicht sahen war , daß ich zu diesem Zeitpunkt sehr krank war ( ich litt an massiven Eßstörungen ) und meine Arbeit diente meiner persönlichen Therapie.
Es ging mir dann wie Dir - was ich auch tat , es war verkehrt - aber es lag ausschießlich an eben auch bei mir dieser einen Person , die schon recht hinterlältig die Leute nach und nach gegen mich aufgehetzt hatte.:aerger:
Ich habe recht schnell begriffen , daß man gegen solch " graue Eminenzen " - die " heimlichen Chefs " nicht ankommt und daß es sinnvoller ist , wenn man eine Chance hat , das Ganze so schnell wie möglich zu beenden .
Denn glücklicher wird man damit nicht und gesünder auf gar keinen Fall ! :schlau:
Du sagst selbst , daß Du das " gefundene Opfer " bist - und aus dieser Rolle kommt man nur sehr schwer wieder heraus - leider ! http://www.bechterewforum.de/images/icons/icon9.gif
Gib Dir aber auf keinen Fall die Schuld daran - das wäre verkehrt .
Du hast nichts Schlimmes getan , schon gar nicht hast Du solch eine Behandlung verdient http://www.bechterewforum.de/images/icons/icon4.gif
Du bist krank - aber das berechtigt niemanden , Dich so zu behandeln !!!
Ich wünsche Dir , daß Du mit ganz viel Kraft aus Deiner Reha kommst und diese dazu nutzen kannst , in Deinem Arbeitsleben das zu ändern , was geändert werden muß ! :dd1
LG und schöne Ostern , Kerstin
Danke Kerstin, das ist echt lieb!
Ich nehme mir auch jeden Tag fest vor, das alles nicht mehr an mich rankommen zu lassen, da ich ja weiß, dass es nicht aufhören wird und sie sich einfach nicht besser zu benehmen weiß.
Aber jedes Mal zucke ich aufs Neue zusammen, wenn wieder was kommt.
Ich freue mich so unglaublich auf die Reha! Endlich mal 4 Wochen meine Ruhe...
Und du hast vollkommen recht, ich werde dort nicht mehr glücklich werden.
Man muss sich auch nicht alles gefallen lassen. Die Schuld habe ich schon zu oft an mir selbst gesucht. Aber selbst wenn ich schuld hätte, das gibt keinem das Recht, sich so zu verhalten.
Wie gerne würde ich mich an ihr rächen!
Ich hoffe, du hast anschließend einen besseren Job mit einem netteren Umfeld gefunden?
Lieben Gruß!
nicoletta
20.03.2008, 19:02
Hallo Giselle
Es hat doch keinen Sinn, krank arbeiten zu gehen. Was man da an Fehlern macht ist schlimmer als die Arbeit etwas später zu erledigen wenn man wieder fit ist. Ausserdem gibt es dann noch Leute, die mit ansteckenden Krankheiten zur Arbeit gehen und ihre Viren schön herumstreuen. Klar gehe ich manchmal auch zur Arbeit, wenn es mir nicht so gut geht. Aber irgendwo finde ich, muss es eine Grenze haben, sonst macht man sich kaputt. :mad:
Ich kenne das von den Fehlern, die laut herumposaunt und verschlimmert werden, sodass man sehr blöd da steht. Das hasse ich auch. Dann denkt man einfach, super, nun sind alle gegen mich. Die Motivation in so einem Betrieb zu arbeiten ist irgendwann auf dem Nullpunkt. Mittlerweile ist mir das Büro so ziemlich egal. Ich rechne damit, dass ich bald die Kündigung erhalten werde. Deshalb muss ich mich auch ab sofort umsehen nach etwas anderem.
Viel Glück mit der Reha und alles Gute für die berufliche Veränderung! Es lohnt sich bestimmt, auch wenn es sicher nicht einfach wird. :dd2
Dir auch noch schöne Ostern und liebe Grüsse
Nicole
Hallo Nicoletta!
Danke für deine Worte!:knuddel:
Du hast schon recht, dass man eigentlich zuhause bleiben sollte, wenn man krank ist. Bei einer richtig fetten Erkältung mache ich das auch meistens, aber ich meine jetzt mehr die Tage, an denen du nicht weißt, wie du dich setzen sollst, weil dir alles weh tut und du dich fühlst wie ein alter Opa:(.
Bleibst du zuhause, wirds auch nicht besser, aber du bist halt nicht richtig fit.
Ich will ja dann auch nicht, dass man mich mit Samthandschuhen anfässt oder Mitleid hat, aber vielleicht ein bisschen Verständnis, dass manche Dinge einfach etwas länger dauern.
Aber wie auch immer, mir wird gleiches wie dir blühen -
entweder schmeißen sie mich raus, darauf ist diese Person nämlich aus oder ich gehe von selbst.
Ich wünsche dir auch viel Glück und Erfolg bei der Jobsuche!
Vielleicht klappt alles schneller als du denkst und gehst wieder gerne zur Arbeit!
Lieben Gruß!
Hallo zusammen,
ich glaube,das schlimmste am Mobbing sind diese Angriffe aus dem Hinterhalt.Ich habe kein Problem mit sachlicher Kritik,ich habe auch kein Problem mit Leuten,die sich offen mit mir anlegen.Und wenn einer anfängt rumzuschreien,stelle ich mich vor ihn ,lächele besonders freundlich und sage:"Wer schreit hat Unrecht(oder Angst),aber wenn es dir was gibt,ich kann länger und lauter als du,willst du es darauf ankommen lassen?"
Aber was mich geradezu anekelt ,ist diese klein -Mädchen-winsel-Tour (wird auch von erwachsenen Männern praktiziert).Erwachsene Leute benehmen sich nicht so!
Zum Glück habe ich auch noch Kollegen,die ihre eigene Meinung und Integrität nicht bei Betreten des Arbeitsplatzes abgeben.
Smody
Mobbing hinterlässt in der Wirtschaft Milliardenschäden - ganz zu schweigen was es bei den gemobbten Menschen für Folgeschäden hinterlässt. Das wird unterschätzt und totgeschwiegen.....letztlich landen die Leute beim Psychiater, und es kann auch sein, dass da noch kein Verständnis gezeigt wird, oder man womöglich noch selber dafür verantwortlich gemacht wird. Wer einmal Opfer wird, wird es womöglich noch ein zweites und drittes Mal. Das tönt jetzt alles sehr düster, aber entspricht der Realität. Ich selber hatte etwa 2 Jahre bis ich ei-ni-ger-massen über erlebtes Mobbing hinwegkam. Ich habe es einfach so erlebt: Man suchte in dieser Firma immer einen "Prügelknaben". Da war es mal der etwas ungepflegte WC-Reiniger. (der für andere die Drecksarbeit erledigte) oder dann der hinkende Angestellte. Ganz mies - und wie ich so bin habe ich mich immer gegen Ungerechtigkeiten eingesetzt (sogar noch für die) Irgendwann war ich dann durch Schmerzen und Fehltage in die "Defensive" geraten, und es kamen alle auf mich los! Da war das Büro und die Lagerangestellten. Wenn man irgendwie angreifbar wird steht man zum "Abschuss frei". Hass und Aggressionen können sich da entladen. Ich war jung, und die Erfahrung hat mich geprägt und nachgewirkt. Verständnis gab es keines.....eher das Gegenteil. Mein Urvertrauen das ich noch teilweise hatte war zerrissen. Das wieder zu kitten wird dann zum Flickwerk. Aus Vertrauen wird dann Misstrauen. Von Leuten die mir hätten helfen sollen, Therapeuten, wurde das entweder nicht ernst genommen, oder sie reagierten sogar aggressiv oder schreiten mich an: "Warumm!!!??" Also das hiess dann - ja warum gab es Mobbing...sind da nicht vielleicht Sie schuld daran!? Also eine erneute Traumatisierung. Darum sagte ich ja: Wer einmal zum "Opfer" wird, wird es gerne nochmal...usw.
Ich erlebte später dann wieder Mobbing - jahrelange Beschimpfungen durch einen Sozialhilfebezüger welche mitten im Dorf seine Notwohnung bezog. (gut - zum Glück war das Aufeinandertreffen selten - trotzdem)
2003 - 2006 erlebte ich dann schlimmes Mobbing in einem Mehrfamilienhaus.
Das wäre auch wieder eine lange Geschichte. Auch da - ich habe mir nichts zu Schulden kommen lassen - die anderen aber schon (Als Stockwerkeigentümer glaubten die, sie könnten sich alles erlauben auch Lärm Sonntags und immer, und weil ich da Veto einlegte, hat sich das dann gegen mich gerichtet)
Es war jedenfalls wiederum wie ein "Flashback" von damals. Sofort gehen wieder die Warnlampen an in einem drin!
Eben - die Gesellschaft sucht doch immer sog "Prügelknaben".....Leute die sie abstempeln können und fertigmachen. Um z.B. Aggressionen, die man vielleicht im Berufsleben unterdrücken muss, dann dennoch ausleben zu können. So ist es leider! Traurig aber wahr!
Gruss Soltar
schleckerlecker
01.08.2008, 22:13
Hallo Soltar,
danke für deinen Bericht. Ich habe zwar Gott sei Dank noch kein Mobbing erlebt. Bin auch hilfsbereit und setze micht für meine Kollegen und Freunde oder Bekannte ein, wenn ich das Gefühl habe da läuft was nicht richtig.
Das Problem, mit den "lauten, nicht rücksichtsvollen Nachbarn" hatte ich auch schon, ich wehre mich auch dagegen, gehe auch zu dem betreffenden hin und versuche über ein Gespräch eine Lösung für alle zu finden, habe aber die Erfahrung machen müssen ,dass ich da ziemlich alleine war, die anderen Nachbarn haben sich zwar auch aufgeregt hinter vorgehaltener Hand und hinter der Haustür aber solidarisch war da keiner, die lassen lieber alles mit sich machen. Und bei denen die nicht rücksicht nehmen heißt es dann, es ist ja nur die "Eine" die sich beschwert. Das ist leider auch so ein Problem, das findest du auch am Arbeitsplatz.
Ich finde es schade dass diejenigen, die einen Mobben, sich keine Gedanken darüber machen, dass sie selbst evtl. das nächste Opfer sein könnten.
Bis dahin
Karola
Hallo zusammen,
vorgestern habe ich mir ein Herz gefasst und unserer Filialleitung endlich erzählt was mit mir los ist.Ich hab mich ja lange nicht getraut,weil ich Angst um meinen Arbeitsplatz habe.Aber an dem Tag ging es mir so mies,heftige Schmerzen am Sehnenansatz rechtes Bein,als hätte jemand versucht es mir auszureissen.Sie konnte also gleich sehen wie es mir geht.Und siehe da,es war genau so,wie ich es mir schon gedacht habe:mein AL,dem ich schon öfter versucht habe zu erklären was los ist,hat die ganze Zeit nur Lügen erzählt!Ach das Smody macht schon wieder blau(wenn ich krankgeschrieben bin),sie drückt sich vor der Arbeit(wenn ich mich trotz Schmerzen hingeschleppt habe),warum die zur Reha muss(die hat ja nix).
Zum Glück kommt er erst nächste Woche aus dem Urlaub wieder,sonst wär er jetzt schon einen Kopf kürzer.
Nur kann jetzt keiner mehr behaupten ,er hätte von nichts gewusst.Und wenn mir gekündigt wird ,kann ich es auch nicht ändern.Ich bin allerdings zu der Erkenntnis gelommen,das ich auch ohne Arbeit leben kann.Mal schauen,wie es jetzt weitergeht.
Smody
schnuppelchen
07.08.2008, 13:53
Ich drück Dir ganz doll die Daumen ,
Smody,
daß es für Dich gut ausgeht !
:dd2 :dd1 :dd2
LG, Kerstin
Hallo zusammen,
muss mich jetzt auch mal zu dem Thema äussern.
Mir hat mal ein chef, als ich im Krankenhaus lag, am Telefon zu mir gesagt als ich im sagte ich wäre noch ca drei Wochen dort: "Bist du sicher, dass Du im Krankenhaus sein musst, ich hab auch als Rückenschmerzen und muss nicht ins Krankenhaus"
Auf Arbeit sind dann die wildesten Gerüchte kursiert, was los ist, aber es kam keiner auf die Idee mal bei mir nachzufragen. Es sind dann auch noch einige andere unschöne Dinge vorgefallen.
Ich hatte das Glück den Job wechseln zu können, aber ich merke das ich immer noch sehr misstrauisch bin und jedem oder fast jedem gleich das schlechteste resp negative Aussagen und Gedanken über mich unterstelle.(Man was für ein Satz:D ) Wobei sich das nur auf meine Arbeitskollegen und nicht auf Freunde bezieht, die haben nämlich recht viel Verständis auch wenn ich sie als mit ihrern ideen, was wir machen könnten als bremsen muss. Z.B. schön gehts Dir besser, ich wollte am Sonnatg wandern, kommst Du mit? Soweit bin ich dann noch nicht.
Schönen Abend Euch allen
Dani
schleckerlecker
07.08.2008, 18:30
Hallo Smody,
ich gratuliere dass du dir was Gutes getan hast. Ich hoffe für dich, dass es dich nicht deinen Arbeitsplatz kostet, aber wenn doch hast du die richtige Einstellung dazu.
Ich bin inzwischen auch soweit, zwar ist mein Arbeitsplatz nicht bedroht, aber mit der Entscheidung EU Rente zu beantragen, habe ich für mich entschieden, dass es auch ohne Arbeit geht.
Liebe Grüsse
Karola
Hallo Smody,
super, was Du gemacht hast! Ich habe meine mündl. Diplomprüfung zum Thema Mobbing gemacht. So hast Du erst mal an Deinem Arbeitsplatz das "Mobbingfutter" im Keime erstickt! Transparenz ist da besser, als das Schwammige. Deinen Kollegen würde ich mir auch vorknüpfen. Ich würde aber versuchen, möglichst sachlich zu bleiben und vielleicht mal Informationen zur Erkrankung transportieren. Das trifft dann tiefer und berührt das Gegenüber vielleicht eher peinlich für die Vorurteile, statt nur ein Wutausbruch, der wieder mehr Futter fürs Mobbing bringt! Vielleicht gibts ja einen knappen aber prägnanten Artikel, den sich Dein Kollege und Chefin mal durchlesen kann. Ich wünsche Dir, dass die Kollengen / Chefin dann ruhe geben und Du wieder gut arbeiten kannst! Aber Du hast recht: wenn die weitermachen ist es wirklich nicht wert, sich auch noch psychisch kaputt machen zu lassen, da arbeitet der Russe schon von sich aus dran!
Ich habe meine Kollegen / Chefinnen gleich über die Krankheit informiert, auch als es erst eine Verdachtsdiagnose war. Ich war sehr froh drüber und hatte nur super Reaktionen. Ich arbeite im Sozialbereich, da ist es ja oft verständlicher, aber auch da habe ich schon von viel Intoleranz und Mobbing gehört... Meine Stellvertretende Leitung hatte, als ich es ihr erzählt habe, mich erst mal in den Arm genommen und mit mir geheult. Meine Chefin war auch betroffen und sagte mir, ich solle langsam machen und mir für alles so viel Zeit nehmen, wie ich brauche, auch wenn dadurch das Pensum schleift. Sie hat mir sogar ein aufmunterndes persönliches Buch mit Karte geschenkt, damit ich Ablenkung habe, wenn der Russe mich im Griff hat! -Das ist jetzt wahrscheinlich wirklich eine Ausnahme, wie gesagt, ein kleiner Verein im Sozialbereich... Aber Tranzparenz kann dazu beitragen, dass keine Mythen wabern können und wenns erst mal wabert und man hat Angst, denken die anderen, man vertuscht etwas und es wabert noch mehr und führt zur selbsterfüllten Prophezeihung. Aber wie die Tranzparenz stattfinden kann, sollte wirklich auch gut überlegt sein. Ich finde jedenfalls, Du hast es genau richtig gemacht!!http://www.bechterewforum.de/images/icons/icon14.gif
Gruß
Seisa
Hallo
Ja - so gehts. Ich mein mit den Nachbarn, da habe ich ja auch erst die freundliche Tour gewählt - so ists nicht! Aber das Problem war, dass das eben vier Eigentümer und zwei Mieter(ich und noch einer) war. Das waren also sechs Wohnungen, und unsere zwei Mietwohnungen auch noch die Kleinsten. (Grosse 1 1/2 Zimmerwohnungen) Dieses Paar mit drei kleinen Kindern, die da einzogen, wollten mich einfach weghaben. Und überhaupt taten die so, wie ihnen das ganze Haus gehört, was auch bei anderen schlecht ankam. So gab es halt Streit, was in dem Haus (und wie man liest bei Stockwerkeigentümern) sowieso gang und gäbe war. Es lohnt sich aber nicht! Kann einem ganz schön zusetzen.
Ja eben - das mit dem Mobbing am Arbeitsplatz - jetzt würde ich das auch ganz anders angehen, wenns Unstimmigkeiten gäbe. War eben jung damals...Sofort ansprechen!
Gruss Soltar
Heute
habe ich mir meinen direkten Vorgesetzten geschnappt(war seit Dienstag krankgeschrieben) und im nochmal klipp und klar gemacht
-was ich genau habe
-wie sich das auswirkt
-und das ich nicht bereit bin mich für meine Krankheit zu entschuldigen und mir blöde und niveaulose Sprüche von Kollegen anzuhören.
Auf seine Antwort "das ich das mit den jeweiligen Kollegen klären solle",habe ich nur freundlich gekontert,das ich das ja gerade mache.
Er war so geschockt,das erst mal 2 Stunden Kaffee trinken musste.Und er war ziemlich irritiert,weil ich ganz ruhig geblieben bin und ihn freundlich angelächelt habehttp://www.bechterewforum.de/images/icons/icon7.gif.
Der Mann hat Angst vor mir wenn ich lächle -muss ich das normal finden?
Smody
Der Mann hat Angst vor mir wenn ich lächle -muss ich das normal finden?
Viiiieellllllleichttttt hat Smody ja Haare auf den Zähnen ???
:rolleyes: :rolleyes: ;o
Nee,das nicht,aber vielleicht noch Fetzen von meinem letzten Opfer dazwischen...
Smody
schleckerlecker
25.08.2008, 18:57
Hallo Smody,
eins zu null für dich, den Mutigen gehört die Welt. Ich denke wir schätzen unsere Vorgesetzten oft falsch ein, die tun oft nur so bissig und sind im Grunde oft Weicheier.
Ich hatte das neulich auch als ich wieder arbeiten ging nach meine Erkrankung, ich musste ein Attest bringen, dass ich keine Ü-Stunden machen darf, obwohl diese ja freiwillig sind???? Das Attest hatte ich an unseren Verkaufsleiter geschickt mit entsprechendem Brief, dieser hat sich nicht mit meiner Bezirksleitung in Verbindung gesetzt, da war diese sauer, dass sie nichts von meinem Attest wusste, hat mich ans Telefon kommen lassen und gemeint mich anbrüllen zu müssen. Da werde ich ja ganz ruhig, habe erst mal den Hörer daneben gelegt und sie brüllen lassen, habe auch weiter keine Erklärungen abgegeben. Am nächsten Tag habe ich sie dann angerufen und gefragt ob man heute vernünftig mit ihre Reden kann, siehe da es ging.
Liebe Grüsse
Karola
Hallo Karola,
ich schätze den guten Mann schon ganz richtig ein,ich kenn ihn ja auch schon ein paar Jahre.http://www.bechterewforum.de/images/icons/icon7.gif
Er hat auch mal wieder seine üblichen Tricks probiert(rumfaseln,nicht zuhören wollen,vom Thema ablenk usw.)Er war der Meinung"wenn jemand eine Krankmeldung abgibt,glaub ich das auch".Klingt gut,ich weiss aber auch welche Gerüchte und Getratsch er anschliessend in die Welt setzt.Wenner das jetzt wieder probiert,kriegt er richtig Spass,da ja unsere Filialleitung jetzt auch Bescheid weiss. Und sie wissen alle beide,das ich den Gang zum Arbeitsgericht nicht scheue...
Smody
Hallo Smody,
http://www.bechterewforum.de/images/icons/icon14.gif super gemacht! Wenn Du Dir mit Deiner Haltung im Klaren bist, ist alles andere so gut wie geritzt! Und ich kann mir schon gut vorstellen, wie der "Bär" lächelt und was er für eine Wirkung hat!!
Applaus!
Gruß
Seisa
Hallo Smody,
herzlichen Glückwunsch. Lächle Ihn an und lass die Zähne ruhig ein bisschen sehen.
Ich finde auch, dass Respekt gegenüber dem Chef einfach dazu gehört, aber deshalb muss ich mir nicht alles gefallen lassen.
Wenn einer an mein Selbstwertgefühl will, nur weil er nicht versteht, verstehen will, oder denkt er darf das, dann wehre ich mich auch. Irgendwo muss es Grenzen im miteinander geben und das gilt auch für die Chefs. Sie können doch nicht Achtung erwarten, wenn sie selbst keine haben.
Also lass Dich nicht unterkriegen.
Viel Erfolg weiterhin und
LG Heidi
Kätzchen
26.08.2008, 16:25
Hallo ihr Lieben!
Jetzt muss ich meine Geschichte auch mal erzählen, ich weiß aber nicht ob das wirklich zu Mobbing passt, aber was solls:
Bei mir wars so dass ich im Frühling mal 3 Tage im Krankenstand war wegen den Schmerzen (damals wusste ich aber noch nicht was ich hab). Nach dem Krankenstand hab ich mir von meinem Chef anhören können: geh so arg ist es ja nicht, die jungen Mädels halten ja gar nix mehr aus, warst wieder zu lange fort am Wochenende bla bla bla. 2 Wochen später war ich 2 Tage im Krankenstand, dann 2 Tage arbeiten (die selben Sprüche wieder), dann hatte ich 1 Woche Urlaub. Nach dem Urlaub war ich gleich am Montag beim Arzt und der hat mich sofort ins Krankenhaus geschickt (ich konnte nicht mal mehr ins Auto einsteigen). Ich hab in der Firma angerufen und mein Chef hat gemeint: „Hast du wirklich solche Schmerzen?“ Ich hab mir nur gedacht: Na sicher, glaubt ihr alle ich simulier nur???? Von der Firma hat mich genau 1 Kollegin im Krankenhaus angerufen. Eine andere liebe Kollegin hat mich besucht (ich war 2,5 Wochen im Krankenhaus).
Ich bin an einem Mittwoch heimgekommen und hab meinen Chef angerufen dass ich jetzt daheim bin und hoffe dass ich am übernächsten Montag wieder langsam zu arbeiten beginnen kann (obwohl ich noch Therapien hatte). 5 Tage später (am Montag) ruft mich mein Chef an und macht mich voll fertig was ich eigentlich glaube, so lang im Krankenstand zu sein, wie ich mir das vorstelle, so lang Krankenstand, dann will ich im Sommer auch noch in Urlaub gehen und und und. Ich hätte gesagt ich wär an diesem Montag schon in der Firma, das ist eine Frechheit was ich mach und und und Ich soll wenigstens Stundenweise arbeiten kommen (dazu muss ich sagen dass ich 40km von meinem Arbeitsplatz entfernt wohne – da fahr ich schon 45min bis ich dort bin!!!), daheim mach ich ja sicher auch nix anderes als „herumsitzen und herumstehen“. Er hat so viel Arbeit dass er so viele Überstunden machen muss weil er meine Arbeit auch mitmachen muss (wir sind 30 Personen in der Abteilung, 4 Personen in der Untergruppe, im Nachhinein hab ich erfahren, dass die beiden anderen hauptsächlich meine Arbeit gemacht haben und mein Chef sogar teilweise früher heimgegangen ist). Ich hab meinem Chef dann gesagt dass ich mir meine Schmerzen eh nicht ausgesucht hab und es mir eh lieber wär wenn ich arbeiten könnte. Dann war die Diskussion beendet. Am nächsten Tag hat er mich wieder angerufen und mich fertig gemacht – wieder die selben Argumente wie am Vortag (ich hab dann mit meinen beiden anderen Kollegen geredet, was sie davon halten dass er mich am Telefon so fertig macht. Beide haben mir gesagt dass er extra gewartet hat bis ihm keiner beim Telefonieren zuhören kann, damit es keiner mitbekommt). 1 Woche später bin ich dann Arbeiten gegangen, einfach weil ich Angst hatte wenn ich länger daheim bleib dass mich dann alle noch mehr fertig machen. Ich muss mir jetzt immer noch von ihm anhören, dass ich eh das ganze Jahr „Urlaub“ hatte, weil in meinem Krankenstand ist es mir eh sicher voll gut gegangen und lauter so Sachen. Letztens hab ich ihm zur Antwort gegeben: Wenn du möchtest können wir gerne tauschen. Dann hat er nichts mehr gesagt.
Ich hab jetzt einen Tisch der höhenverstellbar ist und stehe teilweise bei der Arbeit. Den Tisch habe ich bekommen mit dem Zusatz "aber nach ein paar Monaten kommt der wieder weg, sonst will ja jeder einen haben".
Danke.
Jetzt bin ich auf der Suche nach einer neuen Arbeit. Leider ist das nicht einfach, denn als Frau mit 27 hat man so gut wie keine Chance auf einen neuen Job (wg Kinderwunsch). Aber ich geb die Hoffnung nicht aus. Dazu gleich eine Frage: muss ich beim Bewerbungsgespräch die Krankheit erwähnen? Ich denke nicht, oder?
Geht ihr öfter in den Krankenstand wenn ihr Schmerzen habt und wie intensiv sind dann die Schmerzen? Ich trau mich schon gar nicht mehr.
Liebe Grüße,
Kätzchen
Hallo Kätzchen,
toller Chef... Und Frauen im gebährfähigen Alter auf Jobsuche... kenn ich...
Vom MB mußt Du bei einem Vorstellungsgespräch nichts sagen, bezüglich Deiner körperlichen oder psychischen Verfassung dürfen die einen auch nichts fragen. - Es sei denn, Du hast einen Grad der Behinderung von mindestens 50 %, dann musst Du zumindest sagen, dass Du behindert bist. Was Du hast mußt Du aber auch nicht sagen.
Viel Erfolg bei der Suche!
Gruß
Seisa
tenorchris
26.08.2008, 21:43
Hallo Kätzchen,
ich bin auch 27 und kann deine Situation sehr gut nachvollziehen. Auch ich hatte damals einen absolut grausamen Chef, den ich aber jetzt zum Glück nach 2 Arbeitgeberwechseln los bin.
Zum Thema Krankenstand: Ich handhabe es meistens so, dass ich so lange es irgendwie geht zur Arbeit gehe. Allerdings baue ich dann in solchen Phasen auch mal eher Überstunden ab, als dass ich neue mache. Wenn ich jedoch während eines akuten Schubes nachts nicht vernünftig zur Ruhe komme oder mal wieder Gelenke betroffen sind, die ich für meine Arbeit brauche, lasse ich mich auch durchaus mal krankschreiben. Ginge es nach meinem Arzt, wäre ich deutlich häufiger krank :)
Einen Luxus werde ich mir jedoch - sofern die Rentenversicherung mitspielt - gönnen: Ich habe nachdem ich diesen Sommer meine erste Reha gemacht habe und sie mir sehr gut getan hat, entschieden, dass ich jetzt alle 2 Jahre für 3 oder 4 Wochen nach Bad Kreuznach fahren möchte.
Liebe Grüße und viel Glück bei der Jobsuche,
Christian
Hallo
Also so ist das wohl einfach. Ich hatte mir nach einem drei-wöchigen Kuraufenthalt, wo ich halt in Gottes Namen etwas braungebrannt zurückkam, weil wir die Sonne auf den Balkonen genossen, an den Arbeitsplatz, auch so einiges anhören müssen. Ach es gab da überhaupt kein Verständnis, von niemandem, obwohl die mich manchmal sahen, wie ich krumm und schmerzgeplagt kaum mehr gehen konnte - aber das ist scheinbar schnell wieder vergessen.
Es ist klar: Fehlzeiten am Arbeitsplatz sind ein Problem für den Arbeitgeber. Wenn man wegen Bechterew fehlt, und vielleicht sonst mal noch eine schwere Erkältung usw. durchmacht, dann summiert sich das rasch - und dann heisst es: zuviel gefehlt. Ja - Kunststück!
Man kann sich schon fragen, ob da ein "normaler Arbeitsplatz" wirklich das Richtige ist!?? Denn immer noch so Anschuldigungen und Zusammensch. und weiss ich was aushalten müssen, das ist wirklich das Letzte was man noch bräuchte!! Aber eben - wie soll man das sonst lösen? Mit Arbeit, die man selber einteilen kann z.B......oder man von zuhause aus erledigen kann wohl am besten!
Gruss Soltar
Zwilling03
28.08.2008, 08:50
Mit dem Mobbing das ist echt der Hammer als ob man nicht schon genug gestraft ist mit alle dem was man an der Backe hat! Ich habe einen sehr sehr netten und Kolegialen Chef der mich sogar nach 1,5 Jahren krankgeschrieben sofort wider einstellen würde sogar mit Schonplatz und so. Leider geht das nicht so einfach weil ich Fleischereifachverkäuferin bin und nicht wieder dort arbeiten darf laut Rentenstelle. Ich wünsche dir jedenfall viel viel kraft das zu ertragen und durchzustehen und vorallem lass die um Gottes Willen bloß nicht alle gefallen. Drück dich mal ganz lieb Birgit
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