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Aorta1963 (51)
Ergebnis 1 bis 20 von 20
  1. #1
    Tina Becker Gast

    Lächeln Infusionstherapie mit Remicade

    Hallo Ihr MB ler im WWW,

    ich bin neu hier und erkunde die Infomöglichkeiten zu MB im Netz. Ich bin sehr überrascht wie viele Menschen an dieser Krankeit leiden und was sie schon alles durchgemacht haben. Leider zähle auch ich zu diesem Personenkreis. Habe MB seit ich 20 bin. Einige unserer "super" Spezialmediziner waren allerdings nicht in der Lage dies festzustellen. Als ich 31 Jahre alt war hat dann mein Hausartz!! die Diagnose erstellt. Nun sind wieder 3 Jahre vorbei und ich bin 34. Fühle mich allerdings manchmal wie 80. In den letzten drei Jahren habe ich so einige Medikamente wie Vioxx, Diclo, Ibuprophen, Prednisolon, Pleon etc. geschluckt. Nichts davon konnte mich vor einem neuen Rheumaschub schützen (so an die 6 mal im Jahr). Die These meines damaligen Rheumatologen war: "Na Mädel, wenn Du schon eine steife Wirbelsäule bekommst, dann sie zu, dass Du wenigsten gerade steif wirst!" Sehr beruhigend Aussichten, dachte ich mir und wechselte den Arzt. Durch intensive Recherchen in Internet bin ich dann auf die Infusionstherapie mit Remicade aufmerksam geworden. Habe dann mit meinem Arzt anfang des Jahres darüber gesprochen. Nun werde ich seit Juni damit behandelt. Die Therapie ist etwas anstrengend, da sie in die Imunreaktion eingreift und sie stopt. Aber eines kann ich Euch sagen, wer immer von Euch da draußen an Morbus Bechterew oder Morbus Chron leidet sollte diese Therapie machen. Ich habe erst 2 Infusionen erhalten und schon gleich nach der Ersten konnte ich alle Medikamente absetzen, auch das Kortison! Nun muß ich nur noch meine Muskelverspannungen in den Griff bekommen. Vielleicht ist das ja der Anfang einer wunderbaren Zeit ohne Schmerzen.

    Sollte noch jemand von Euch mit Remicade behandelt werden, so würde es mich riesig freuen von seinen Erfahrungen mit dieser Therapie zu erfahren. Natürlich könnt Ihr mir auch einfach nur antworten, und von Euren MB Erfahrungen erzählen.

    Sonnige Grüße Tina

  2. #2
    Registriert seit
    08.2003
    Beiträge
    171

    remicade

    Hallo Tina,

    wie hast Du es angestellt, dass Du mit Remicade behandelt wirst?
    Ich hatte mich zunächst für die Testbehandlung im vorigen Jahr beworben, bekam aber nicht einmal eine Antwort, obwohl sich meine Ärztin auch dafür starkmachte.
    Von meine Hausärztin bekomme ich auch kein Remicade verschrieben, da es ziemlich teuer ist (1694,-€) und sie keine Rheumaspezialistin ist. Es übersteigt ihr Budget bei weitem, da sie nur noch relativ wenige Patienten hat.
    Ich möchte aber nicht wechseln, da es zu Fuss nur ein paar Minuten zu ihr sind und ich sonst super kurzfristig alles bekomme, was ich brauche (Physiother., Medikamente usw.). Für mich ist der Kontakt zu ihr so was von unkompliziert im Gegensatz zu all dem, was ich in den vergangenen Jahren mit anderen Medizinern "erleben" musste.
    Natürlich hatte ich in der Vergangenheit auch immer wieder Rheumaspezialisten konsultiert, leider ohne jeglichen Erfolg. Nun bin ich es wirklich leid, mich von derartigen Tieffliegern noch weiter für blöd verkaufen zu lassen.
    Würde mich freuen, von Dir zu erfahren, wie Du an die Therapie gekommen bist.
    Gruss - petra

  3. #3
    Tina Becker Gast

    Blinzeln Infusionstherapie mit Remicade

    Hallo Petra,

    schön, dass Du so schnell geantwortet hast! )
    Wie ich Deiner Mail entnehmen kann, bist Du aus Frankfurt.? Ich könnte mir vorstellen, dass es in FFM einen Rheumatologen gibt, die Remicade verabreichen darf. Wenn Du diese Therapie machen möchtest, wirst Du warscheinlich um einen Arztwechsel nicht herumkommen. Allerdings gibt es einige Voraussetzungen um überhaupt behandelt zu werden. So muß Deine MB Aktivität bei mindesten 4 liegen. Das ist so einer von den typischen Fachbegriffen, aber Dein Arzt kann Dir sagen ab wann dieser Grad erfüllt ist. Du solltest ebenfalls mit mind. zwei NSAR Medikamenten (Diclo,Vioxx etc.) in hoher Dosierung behandelt worden sein. Gut wäre wenn Du trotzdem einen oder besser mehrere Rheumaschübe bekommen hast. Gut wäre auch wenn Du die NSAR nicht verträgst und schwere Magenprobleme davon bekommst. Und Du darfst keine vollständige Versteifung der WS haben. Ich weiß, das hört sich alles ziemlich schlimm an, aber leider ist das alles bei mir der Fall. Zudem habe ich noch eine hohe Rheumaaktivität in den Gelenken. Du siehst, es muß schon ziemlich dicke kommen, damit einem geholfen wird. Wenn Du auch so ein MBler wie ich bist, dann Versuche mal über die Ärztekammer an einen Rheumatologen zu kommen, der in Ausschüssen und dergleichen tätig ist. Solche Ärzte haben ein höheres Budget und können auch experimentell Behandeln. Bitte stelle Dir das alles jetzt nicht zu einfach vor, ein bisschen Glück und vor allem Hartnäckigkeit gehört auch noch dazu. Hast Du denn Schwerbehindertenprozente oder schon einmal eine Kur gemacht? Eine Behandlung mit Pleon(Sulfasalazin) könnte ich auch noch empfehlen, wenn Du keine Beteiligung der Gelenke hast. So, nun bin ich ganz gespannt auf Deine Antwort. Liebe Grüße aus Wiesbaden

    Tina

  4. #4
    Registriert seit
    08.2003
    Beiträge
    856

    Remicade

    Hallo Ihr Lieben Leidensgenossen

    Die Suche nach dem universell helfendem Mittel ist sicher nicht so einfach und für die Ärzte ist es immer die Aufgabe eine Risiko - Nutzen abwägung zu machen.

    Diese wird nur für einige von uns Bechtis darauf hinauslaufen das uns Remicade angeboten wird. Dieses Mittel stellt einen erheblichen Eingriff ins Immunsystem dar und wird uns bei gegen fast jede Infektionkrankheit sehr Labil werden lassen. Unsere eigentlich recht gute Abwehr von Erregern wird dadurch erheblich geschwächt.

    In einem anderem forum ( ********** ) hat mal jemand den Beipackzettel von Remicade veröffentlicht und er hat auf mich gewirkt wie ein medizinisches Wörterbuch wo es dann hieß in häufigen Fällen kann es zu........... kommen.

    Trotzdem wird es für die schwer betroffenen unter uns sicher zu einer erheblichen Verbesserung der Lebensqualität führen.

    Es grüßt Euch Engelbert

  5. #5
    Registriert seit
    08.2003
    Beiträge
    493
    Hallo Tina,

    schön, dass Dir Remicade hilft, allerdings ist es kein Allheilmittel und es können durchaus gravierende Nebenwirkungen auftreten. Aus diesem Grunde warne ich davor, es als das ultimative Medikament darzustellen. Ich nehme es seit drei Jahren im Rahmen einer Studie und komme seitdem gut klar, aber ich hatte auch keine Alternativen mehr, da ich alle anderen Medikamente schon genommen hatte (MTX, Sulfasalazin, so ziemlich alle NSAR,...).

    "Eine Behandlung mit Pleon(Sulfasalazin) könnte ich auch noch empfehlen, wenn Du keine Beteiligung der Gelenke hast." Diesen Satz habe ich auch nicht ganz verstanden, denn gerade bei einer Gelenkbeteiligung macht der Einsatz Sinn. Es gibt leider keine aussagekräftigen Studien zu Sulfasalazin und MTX in Bezug auf die Wirksamkeit bei einer Entzündung der Wirbelsäule (nachzulesen unter [url]www.rheumanet.org[/url]).

    Wünsche Dir jedenfalls viel Erfolg mit Remicade und keine Nebenwirkungen.

    Schöne Grüße
    Jürgen

  6. #6
    Gast Gast

    Blinzeln

    Hallo Tina ,

    das freut mich für Dich , daß es Dir bisher mit Remicade so gut geht.
    Ich hoffe , das bleibt so und es hilft Dir auch weiterhin so gut .
    Was mich interessieren würde : Was hat man Dir zur Behandlungsdauer gesagt ? Wie lange wird diese Therapie durchgeführt und muß sie später wiederholt werden ? Oder so ?
    Bist Du zufällig in der HSK-Rheumaklinik in Wiesbaden in Behandlung ( ich komme nämlich auch aus Wiesbaden und war dort 2001 stationär )
    Ich habe den Bechti schon seit meinem 16. Lebensjahr ( bin 32)und bin bereits im LWS - und halben BWS - Bereich komplett versteift .
    Hast Du auch eine Beteiligung der periperen Gelenke oder ist bei Dir nur die WS betroffen ?
    Wie haben sich bei Dir bisher die Nebenwirkungen der Remicade-Therapie bemerkbar gemacht ?
    Oder hast Du noch gar keine ? Dann toi toi toi , daß es so bleibt ...
    Noch eine andere Frage : Hast Du in der Umgebung von Wiesbaden schon mal eine stationäre Reha durchgeführt , ggfs. wo und wie waren Deine Erfahrungen .
    Ich war 2001 nämlich in der Miehlke-Klinik und war gar nicht begeistert , weshalb ich mich jetzt nach einer anderen Reha-Klinik umschaue .
    Fragen über Fragen , ich weiß .
    Freue mich auf Deine Antwort .

    Gruß , Tatjana

  7. #7
    Gast (Petra) Gast

    Remicade -Ein Wundermittel-

    Geschrieben von: Petra | [email]pmoench@evkgde-bad-b.de[/email] | 27.Aug.03 10:46

    Hallo,
    ich habe bis heute 2 Infusionen Remicade bekommen und meine Entzündungswerte sind von 2,8 auf 0,1 geschrumpft. Auch andere Werte werden koninuierlich besser. Ich habe seit 25 Jahren täglich Schmerzmittel (Voltaren) eingenommen in den letzten 3 Jahren kam zeitweiße Kortison dazu.
    Ihr werdet es nicht glauben ich bin Schmerzfrei. Ich bewege mich (fast) wie ein normaler Mensch.
    Am liebsten würde ich es in die Welt hinausschreien.
    Ich kann es nur empfehlen dieses Mittel zu probieren.
    Petra

  8. #8
    Horst Gast
    Hallo Tina,
    auch wenn ich mich und Andere wiederhole:
    Bitte die Bechterewgymnastik "NIE" vergessen!!!
    Fehlender Schmerz führt da schnell zu einem Nachlassen des Druckes zur Gymnastik.
    Ob das negativ ist, wenn man/frau unter Medikamenten keine Gymnastik macht stellt sich erst Jahre später heraus. Bei Versteifungen ist dann aber Alles zu spät.
    Gruß Horst

  9. #9
    Gast Gast

    Lächeln Remicade

    Hallo Tina,
    habe in den letzten 10 Jahren alles mögliche über mich ergehen lasse. 2001 bekam ich bereits Radium (alles wurde nur noch schlimmer) nicht empfehlenswert. August 2002 mußte ich mich einer HWS-OP unterziehen, wurde vom 1. Halswirbel bis 2. Brustwirbel versteift.
    Nun bekomme ich seit Juli 03 Remicade (heute die 3. Infusion) und bei mir haben sich die Entzündugswerte von 2,8 auf 0,1 reduziert. Ich nehme seit 8 Wochen keinerlei Medikamente mehr. Ich bin jetzt 45 Jahre seit 25 Jahren (mit 20 wurde Bechterew bestätigt) hat es das noch nie gegeben. Im Moment denke ich nicht an die Nebenwirkungen, weil es mir egal ist. Ich lebe jetzt und heute und für mich ist es ein Wunder fast ohne Schmerzen und ohne Tabletten über den Tag zu kommen.
    Ich möchte es hinausschreien Tag für Tag.
    Wäre nicht mein steifer Hals, könnte man glauben ich bin kerngesund.
    Auch verstehe ich die Schwarzsehe nicht, die an jedem Medikament nur das Schlechte sehen. Ich denke denen kann es nicht schlecht genug gehen.
    Grüße Petra

  10. #10
    Registriert seit
    07.2003
    Beiträge
    732

    Frage Fluch oder Segen

    Hallo,

    hier ist ein Kommentar von Dr. med. Stephan Thurau, Augenklinik der Universität München, Ärztlicher Berater der DVMB (Quelle: Morbus-Bechterew-Journal Nr. 94, Seite 9):

    ACAID ist eine Abkürzung für Anterior Chamher Associated Immune Deviation. Dieser Begriff beschreibt das Immunprivileg des Auges, welches dafür sorgen soll, dass das Auge weitgehend vor entzündlichen Immunreaktionen geschützt ist und somit empfindliche Strukturen im Auge wie die Netzhaut nicht angegriffen werden. Wie so häufig in der Biologie ist aber auch dieses ACAID-Phänomen nicht in der Lage, das Auge vollständig vor dem Zugriff von Entzündungszellen zu schützen, denn sonst gäbe es gar keine Uveitis! Die Befunde von Masli zeigen, dass für das ACAID-Phänomen u. a. auch das Zytokin TNF- α erforderlich ist. Mit anderen Worten: fehlt TNF- α, dann kann sich das Immunprivileg nicht entwickeln und es gibt mehr Entzündung im Auge. Dieser Befund führt jetzt zu der Spekulation, ob bei Patienten, die mit TNF- α-Inhibitoren behandelt werden, dieses Zytokin auch im Auge inaktiviert wird, folglich das Immunprivileg im Auge gestört ist und sich somit leichter eine Uveitis entwickeln kann.
    Wie all diese z. T. widersprüchlichen Befunde zusammenpassen und welche Bedeutung sie bei der Uveitis wirklich haben, kann nach dem derzeitigen Wissensstand nicht sicher beantwortet werden. Weitere Forschungen und Studien sind erforderlich.
    Was für den Rücken gut ist, kann für die Augen schlecht sein.

    Gruß
    Rainer

  11. #11
    Tina Becker Gast
    Hallo Ihr Bechtis,

    ich habe mit Interesse die Antworten zu meiner Anfrage gelesen!

    Ich verstehe allerdings nicht, warum Remicade als Medikament mit schlimmen Nebenwirkungen gesehen wird. Ein Leben mit Vioxx, Diclo, Pleon!!!, Cortison, Ibuprofen, Omep, etc. íst doch wohl kaum erstrebenswert. Zu dem haben Sie meine Schmerzen nicht gelindert! Die Nebenwirkungen dieser Medikamente sind doch auch nicht zu verachten. Und wenn Ihr mich fragt, dann nehme ich lieber ein Medikament - mit Nebenwirkungen - das mir hilft, als 5 Medikamente - mit Nebenwirkungen - die nicht helfen. Ich denke, jeder von uns sollte Nutzen und Risiko selber abwägen. Und ich bleibe bei meiner Aussage:
    Remicade hilft mir!!! Spitzenmäßig. Und jeder der schon mal Treppen nur noch auf allen Vieren bewältigen konnte wird verstehen, warum ich das Risiko wähle.

    LG Tina

  12. #12
    Helmut Gast

    Remicade

    Ja Hallo
    Also ich habe jetzt einige Monate dieser Behandlung hinter mir. Bis auf Celebrex uind ein Blutdruckmittel nehme ich keine anderen Medikamente weiter.
    Die Infusionen vertrage ich bestens, hatte nie Probleme und siehaben einen äußerst befriedigenden Verlauf. Meine Beweglichkeit hat enorm zugenommen, das Allgemeinbefinden ist viel erträglicher geworden.
    Eine Arthrose hat sich verschlimmert, aber diese Art von Beschwerden sind vorher wohl "untergegangen".
    Ich habe wenig mit Schmerzen zu kämpfen, was sich allerdings auch auf andere Sachen erstreckt. Man muß sich halt darauf einstellen, daß es nicht "sofort weh tut" wenn man "überdreht". Aber das haben wir bei einer Kur (privat) gut in den Griff bekommen.
    Ich muß allerdings einschränkend sagen, reparieren kann auch dieses Infliximab nicht. Kaputt oder zerstört bleibt auch so.
    Aber es würde rechtzeitig verabreicht meiner Meinung nach viel Beschwerden lindern und Auswirkungen, wie wir sie kennen verhindern.
    Durch unsere klinische Studie hofft man auch zu den Nebenwirkungen noch genauere Angaben zu bekommen, aber es heißt immer "mögliche".
    Ich nehme an dieser Studie teil, weil ich meine, daß sich etwas bewegen muß, damit wir uns weiterhin bewegen können. Für unsere jüngeren patienten eine berechtigte Hoffnung.
    Das Hauptproblem sind die hohen Kosten und die notwendige klinische Betreuung.
    Aber ich denke auch da wird sich etwas bewegen.
    Abschließend in der Reihenfolge der Wahrnehmung, wie es mir ging:
    -nach ein paar Tagen...."ich kann den Kopf wieder seitlich bewegen, meine HWS ist nicht mehr so steif."
    -"nach 14 Tagen, wenn ich mich hinlege komm ich viel besser "wieder hoch"
    -nach 6 Wochen "kaum noch Schmerzen in den sonst chronisch entzündlichen ISG"
    -"die Entzündungen an sich sind weg"
    -"die Beweglichkeit hat sich enorm verbessert"
    -trotz der Verkalkung und den Verwachsungen....."man glaubt es garnicht so richtig, ein ganz neues Gefühl und ich kann wieder prima Autofahren!"
    -immer noch keine Nebenwirkungen
    -eine exellente Betreuung im Uniklinikum Steglitz
    -durch meine vielen Aufenthalte dort und die guten Kontakte konnten Termine und Behandlungen für andere Betroffene vermittelt werden. Ich engagiere mich sehr in dieser Richtung.
    Also alles in allem habe ich meine Entscheidung nicht bereut. Allerdings muß dieses jeder für sich selbst machen.
    Gruß Helmut

  13. #13
    Registriert seit
    07.2003
    Beiträge
    732

    Ausrufezeichen Remicade und Impfungen

    Hallo,

    die Krankenkassen empfehlen eine Grippeschutzimpfung. Wenn Patienten geimpft werden, die mit Medikamenten behandelt werden, die das Immunsystem stark unterdrücken, stellt sich oft der gewünschte Effekt der Impfung gar nicht ein. Das Immunsystem produziert die nötigen Antikörper, die durch die Impfung gebildet werden sollen, gar nicht.
    http://www.essex.ch/wissenschaft/remicade/wiss_remicade_frame.html:
    Zur Zeit ist unklar, ob eine Behandlung mit Remicade die Impfantwort beeinflusst oder ob das Infektionsrisiko mit Lebendvakzinen erhöht ist.
    Ergo, wenn bei solchen Patienten eine Impfung durchgeführt wird, sollte man in jedem Fall den eingetretenen Impfschutz durch entsprechende Blutuntersuchungen kontrollieren (Nachweis entsprechender Antikörper im Blut nach der Impfung).

    Gruß
    Rainer

  14. #14
    bodojannasch Gast

    Remicade

    Ich habe meine erste Infusion weg.Allerdings habe ich mit der Entscheidung lange gehadert.Ein Forumsmitglied einer anderen Plattform MB hat seine Erfahrungen öffentlich gemacht.Wir kennen uns online recht gut.Er ist nach der 2. Infusion in die Knie gegangen.13 Tage Koma in der Uniklinik Köln.Nicht nur er,sondern viele andere haben mit diesem Medikament Stress.Es ist ein monoklonales Produkt in Zusammenhang mit Mausgen.Die Erfolge sind gut,aber es kann auch höllisch schief laufen.Die langzeitlichen Auswirkungen sind noch nicht nachgewiesen.Die Genspielerei kann nicht das Idealrezept sein,denn es wird sehr tief in den biologischen Normalkreislauf eingegriffen.Ich habe seit zwei Tagen ununterbrochene Kopfschmerzen,bin schlapp,habe so ein Gefühl von Grippeeffekt.Kopfschmerzen kannte ich nicht vorher.Bei der Erstinfusion wurde einmal abgebrochen.Ich habe schon länger einen Tinnitus.Während der Infu zur Hälfte fing es unerträglich an zu pfeifen.Der Tinnitus geriet außer Kontrolle.Nach Abbruch sank der Lärmpegel.Die Tropfzeit wurde verlängert,dann ging es.Ich habe sehr großen Respekt vor dem Medikament,auch Angst vor der nächsten Infu.Ich will hier niemanden einschüchtern,aber ich denke,ich sollte es Euch mitteilen.Ich selber habe keine Alternative zu meiner aggresiven MB Phase.Alles hat versagt,immer ging es einige Wochen gut,dann ließen die Medikamente in der Wirkung nach.Hightechmedikamente sollten meiner Meinung nach lieber 10 Jahre getestet werden,bevor die Pharmaindustrie sich eine goldene Nase verdienen darf.Aufklärung zu Remicaden ist wichtig.Selbst ein Zahnarztbesucch kann bei Unkenntnis zu Problemen führen.Lieber würde ich mein vorheriges Tramal wieder einnehmen,aber da war die Dosierung schon sehr hoch.Ich hoffe,dass die Remicade auch aml wirken und nicht nur Nebenwirkungen zeigen.Trotz der Remicade muß ich noch drei Tabletten IBUPROFEN am Tag nehmen.Ich hatte die aus Neugier mal weggelassen.Ich konnte nicht mehr auftreten und laufen.
    Es ist nun mal nicht alles Gold was glänzt.Einen großen Dank sollte man den Unikliniken aussprechen.Die forschen in unserem Sinne.Bin in der Uniklinik Berlin Steglitz in Behandlung,voll damit zufrieden.
    Wünsche allen gute Besserung und ganz liebe Grüße von Bodo.

  15. #15
    Registriert seit
    10.2003
    Beiträge
    34

    Remicade

    Hallo an alle, die Remicade nehmen,

    Meine Ärztin möchte, dass ich im Dezember mit Remicade anfangen soll. Haben über einen längeren Zeitraum Azufildine und MTX genommen. Mußte diese nach einem Jahr sofort absetzen, da meine Leberwerte im Superkeller waren. Dies hatte zur Folge, dass meine Entzündungswerte (CPR auf 55) anstiegen.
    Trotz der regelmäßigen Einnahme von Morphin halte ich die Schmerzen fast nicht mehr aus. Mein Leben ist zur Zeit sehr eingeschränkt. Deshalb werde ich es mit Remicade einmal versuchen. Welche Nebenwirkungen habt Ihr bei Euch beobachtet?

  16. #16
    Gast_02 Gast
    Hallo ihr Lieben,

    da sieht man mal wieder etwas typisches.
    Wir sind nun mal alle verschiedene Menschen, der verträgt dies
    der andere das, den einen erwischt der MB voll, den anderen weniger,
    der eine erträgt Schmerzen einfach, der andere eben nicht.

    Ich finde das jeder für sich entscheiden soll mit welchen Nebenwirkungen
    er leben möchte und mit welchen nicht.
    Wichtig ist jedoch das sich die Pharmaindustrie mit solchen
    Beipackzettel doch nur aus der Haftung nehmen möchte.
    Was also da als Nebenwirkung beschrieben ist kann ausbrechen,
    muss aber nicht.

    Ausprobieren kann man alles, nur wenn etwas auftritt sollte
    man sich selber so fair sein und das Medikament absetzen.

    Lieben Gruss

    Uwe

    Geändert von Gast_02 (11.11.2003 um 11:58 Uhr)

  17. #17
    Registriert seit
    11.2003
    Beiträge
    196

    Cool Remicade

    Hallo Tina
    Ich hab den MB seit ca 26 Jahren zu Gast und habe in juli Remicade bekommen.Übrigens Remicade ist ein frei zuverordnendes Medikament das jeder Doc verschreiben kann,allerdings sollte man vorzugsweise einen Rheumatologen nehmen.Ich denke jeder der sich überlegt das Medi zu benutzen sollte auch über eventuelle Probleme und Nebenwirkungen aufgeklärt sein.Dazu empfehle ich die Seite Medizi oder auch andere Foren in denen der Beipackzettel abgeschrieben wurde.
    Bei mir waren die ersten Infus super.Kaum noch Schmerzen und ich konnte mich klasse bewegen aber nach der dritten Infu bekam ich einen grippalen Infekt der sich rasend schnell zu einer
    a-typischen Lungenentzündung ausweitete.Ich kann nur jedem der sich zu Remicade entschließt sehr vorsichtig mit allen Infekten zu sein und sofort einen Doc konsultieren.Wer mehr dazu wissen möchte kann sich bei mir melden.
    Gruß zotty

  18. #18
    Registriert seit
    12.2003
    Beiträge
    78

    Frage hi

    hallo zusammen

    ich bin noch neu hier aber würde mich gerne zu eineigen fragen und antworten zu wort melden

    bin 42 j. und seit>oh schon so lange< 20j. mit ansteigenden schmerzen unterwegs.

    ich soll jetzt im Dezember in der uni köln die erste behandlung mit
    Remicade bekommen.

    womit ich nicht ganz klar komme sind die nebenwirkungen die dieses medikament hat oder haben kann.
    ich bin erst seit 4 wochen bei einem peumatologen der mich an Prof......... weiter überwiesen hat.
    neme auch seit 4 wochen vioxx und muß sagen seit dem ich dieses medikament nehme nehme ich wieder am altäglichen leben teil u nd hab nach kurzer zeit die erste nacht seit 10 jahren schmerzfrei dursch geschlafen

    was für ein schönes leben

    aber das könnt ihr euch ja auch denken was ich meine--wow--

    könnte mir jemand gerade weil ich in einem vorigen bericht hier im forum gelesen haben schreiben ob es statistiken oder ander leidgenossen die schlechte erfahrungen mit Remicade gemacht haben
    zweks erfahrungs austausch..

    gruß schorsch

  19. #19
    Gast_02 Gast
    Hallo Schorsch,

    ein herzliches Willkommen hier an Board.
    Auch ich bin 42 Jahre alt aber schon länger mit MB unterwegs.
    Ich denke das jeder für sich das ausmachen muss ob er mit den
    Nebenwirkungen von Remicade leben kann.
    Ich für meinen Teil habe beschlossen das ich es nicht kann.
    Auch ich nehme Vioxx und Tramalon, was mir ganz gut hilft.

    einen schönen Gruss

    der Graf

    Uwe


  20. #20
    Registriert seit
    12.2003
    Beiträge
    78

    Pfeil

    Hi,Uwe
    danke für dein wilkommen.

    da ich erst seit 4 wochen über haupt von Morbus Bechterew gehört habe und schon jetzt mit Remicade behandelt werden soll

    --muß dazu sagen das ich super steif bin und unter starken schmerzen zu leben habe--

    bin ich doch nervös vor der behandlung-gerade wen man von den nebenwirkungen hört-

    und gerade in der uni köln soll ein komma fall aufgetretten sein>würg<

    ich werd mich bestimmt noch die nächte hier und sonst so im [url]www...[/url] schlau machen müßer bevor ich am 16,12, Remicade
    verabreicht bekommen werde

    gruß schorsch

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